Diversity | | von Annette Mattgey

Warum Apple ein vorbildlicher Arbeitgeber ist

Zumindest in einem ist Apple der Arbeitsplatz-Konkurrenz von Facebook voraus: Die Belegschaft ist bunter als die in Zuckerbergs Reich. Das betrifft vor allem die Beschäftigungschancen von Hispanos und Farbigen. Trotzdem ist Apple-CEO Tim Cook "nicht zufrieden" mit den Zahlen des eben veröffentlichten Diversity-Berichts. Jetzt will er gegensteuern.

In den USA sind 55 Prozent der Apple-Mitarbeiter Weiße, 15 Prozent stammen aus Asien, elf Prozent haben hispanische Wurzeln. Nur sieben Prozent sind Black. Das Verhältnis von Männern zu Frauen liegt bei 70:30. Der Diversity-Report unterscheidet (ähnlich wie die Zahlenwerke von Google und Facebook) dann noch etwas genauer in Technik, nichttechnische Bereiche und Management. Auf den Führungsebenen sind 64 Prozent der Stühle von Weißen besetzt. 

Der Frauenanteil schwankt vor allem im Hinblick auf ihre Beteiligung in technischen Funktionen. Dort sind nur 20 Prozent Frauen. Im Führungsbereich sind es 28 Prozent, in nichttechnischen Abteilungen 35 Prozent.

Obwohl Apple 98.000 Angestellte weltweit hat, werden nur die Zahlen für die USA veröffentlicht.

Tim Cook schreibt im Diversity Report: "Die Zahlen sind nicht neu für uns, und wir arbeiten schon eine ganze Weile daran, sie zu verbessern. Wir machen Fortschritte - und wir widmen uns dem Thema Vielfalt mit dem gleichen Anspruch wie dem Thema Innovation."

Auch andere Tech-Firmen kämpfen mit ähnlichen Konstellationen: Der Männer-Anteil bei Google und Twitter liegt ebenfalls bei 70 Prozent. Facebook und Yahoo kommen auf 69 bzw. 62 Prozent.

Durch einige seiner Personalentscheidungen hat Cook dazu beigetragen, Mitarbeiter mit anderem Hintergrund sichtbarer zu machen. Schon 2011 holte er den kubanischstämmigen Eddy Cue ins Management. In jüngster Zeit berief Cook verstärkt Frauen, etwa die ehemalige Burberry-Chefin Angela Ahrendts.

Um die Vielfalt weiter zu fördern, betätigt sich Apple als Sponsor und unterstützt unter anderem das National Center for Women & Information Technology.

Mit diesen Initiativen für mehr Vielfalt kommt Cook auch den Wünschen der Shareholder entgegen, die mehr Frauen in den Leitungsgremien fordern. Nach ihnen soll nun bei Berufungen verstärkt Ausschau gehalten werden.

Ob und in welcher Weise Diversity zum Unternehmenserfolg beiträgt, ist allerdings umstritten. Torsten Biemann, BWL-Professor an der Universität Mannheim, stellt die These auf, dass "Diversity hinsichtlich Alter, Geschlecht oder auch Nationalität keine nennenswerten Auswirkungen auf die Teamleistung hat". Allerdings muss auch er einräumen, dass es für die Unternehmen sinnvoll ist, bei Einstellungen den Pool an Kandidaten möglichst groß zu wählen, damit ihnen keine Talente entwischen.

So stellt sich Apple Diversity vor:

Warum Apple ein vorbildlicher Arbeitgeber ist

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