LinkedIn | | von Annette Mattgey

Vorsicht vor Buzzwords im eigenen Profil

Kreativ will jeder sein. Deswegen zählt das Karriere-Netzwerk LinkedIn den Begriff zu den überstrapazierten Schlagworten, die in beruflichen Profilen auftauchen. Ebenso mit Null-Aussage:Verantwortungsbewusst, analytisch und motiviert. Das Business-Netzwerk, das weltweit rund 187 Millionen Mitglieder zählt, hat eine Liste der Buzzwords in beruflichen Online-Profil zusammengestellt. Weltweit und in Deutschland die Nummer eins der am häufigsten in den Mitgliederprofilen genutzten Begriffe ist "kreativ". LinkedIn veröffentlicht die Rangliste bereits zum dritten Mal. Auch in der Liste für das Jahr 2011 war "kreativ" der Spitzenreiter in deutschen  Profilen. 2010, als die Studie zum ersten Mal durchgeführt wurde, stand die Eigenschaft "innovativ" an vorderster Stelle.
 

 

Andere Länder, andere Sitten: In Indien wird etwa "effektiv" am meisten verwendet und italienische Onliner legen offensichtlich Wert darauf, als "verantwortungsbewusst" zu gelten. LinkedIn listet für verschiedene Länder die jeweils meistgenutzten Schlagworte:

   - Australien, Deutschland, Kanada, Neuseeland, Niederlande,
     Schweden, Singapur, USA: kreativ
   - Ägypten: multinational
   - Brasilien: experimentell
   - Frankreich: verantwortungsbewusst
   - Indien: effektiv
   - Indonesien: multinational
   - Italien: verantwortungsbewusst
   - Malaysia, Saudi-Arabien, Südafrika,
     Vereinigte Arabische Emirate, Großbritannien: motiviert
   - Spanien: spezialisiert
   - Schweiz: analytisch

"Täglich suchen Geschäftspartner und Arbeitgeber im Netz nach  beruflichen Kontakten und Fachkräften", sagt Alexander Zipp, Marketing Manager DACH bei LinkedIn.  "Wer hier auffallen will, sollte mit seinem Online-Profil aus der Masse hervorstechen. Millionen von Mitgliedern behaupten von sich, sie seien "kreativ". Belege wie beispielsweise Verweise auf einzigartige, einfallsreiche, faszinierende Projekte sind eine Möglichkeit, sich abzuheben."

Tipps für mehr Individualität

Stattdessen empfiehlt Zipp folgende Ansätze, um sein berufliches Online-Profil möglichst interessant zu gestalten:

- Prüfen, was der Mitbewerb macht: Mit einer Personensuche können Mitglieder mit einer ähnlichen Berufsbezeichnung gefunden werden. Bei fremden Profilen fällt es häufig leichter zu erkennen, welche Aussagen und Beschreibungen positiv wirken. Die Erkenntnisse aus der Mitbewerber-Analyse können für die Gestaltung des eigenen Profils genutzt werden.

- Empfehlungen sammeln: Direkte Kontakte können die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten mit einer Empfehlung versehen. Insgesamt können LinkedIn-Mitglieder bis zu 50 Kenntnisse und Fähigkeiten aus den unterschiedlichsten Feldern angeben. Die ideale Zahl sind um die zehn Fähigkeiten, die auch in Suchergebnissen einfach gefunden werden.
  

- Aufmerksamkeit erzeugen mit der richtigen Überschrift: Die Positionsbeschreibung ist eine der ersten Informationen, die  andere Mitglieder in den Suchergebnissen zu sehen bekommen. Empfehlenswert ist eine Art "berufliche Schlagzeile", die Interesse  weckt und dafür sorgt, dass das vollständige Profil aufgerufen und gelesen wird.

Vorsicht vor Buzzwords im eigenen Profil

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