Zeitungsanzeigen sind nicht mehr das Nonplusultra, um einen neuen Job zu finden.
Zeitungsanzeigen sind nicht mehr das Nonplusultra, um einen neuen Job zu finden. © Foto:PhotoAlto

IAB-Studie | | von LEAD digital

Vitamin B: Jede dritte Stelle über persönliche Kontakte vergeben

32 Prozent aller Neueinstellungen kommen über die Nutzung persönlicher Kontakte zustande. Bei kleinen Firmen trifft das sogar auf jeden zweiten Job zu. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Website wichtiger als Zeitungsinserat

Bei 21 Prozent der Neueinstellungen kam der Kontakt im Netz über Internet-Jobbörsen zustande, darunter auch die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Elf Prozent der Stellenbesetzungen kommen über Stellenausschreibungen auf der eigenen Homepage zustande. Zehn Prozent der Stellen werden über Stellenangebote in Zeitungen oder Zeitschriften besetzt, ebenfalls zehn Prozent über Initiativbewerbungen oder Bewerberlisten.

Keine Chance für Social Media

Die Vermittlungsdienste, die die Bundesagentur für Arbeit über die Jobbörse hinaus anbietet, führen bei fünf Prozent der Neueinstellungen zur Stellenbesetzung. Auf private Arbeitsvermittlungen entfallen vier Prozent der Stellenbesetzungen. Andere Besetzungswege spielen dagegen nur eine geringe Rolle, der Anteil der sozialen Medien an den Stellenbesetzungen liegt beispielsweise bei einem Prozent.

Bilanz 2016

In Deutschland fanden insgesamt 3,65 Millionen Menschen einen neuen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz.  44 Prozent davon entfielen auf kleine Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten.

Die Kleinbetriebe finden neues Personal vorwiegend über persönliche Kontakte und weniger über die eigene Internetpräsenz, Online-Jobbörsen oder soziale Medien. Großbetriebe mit mindestens 250 Beschäftigten erhalten eine wesentlich größere Zahl an Initiativbewerbungen als kleine und mittlere Betriebe. Bei Großbetrieben kommen Stellenbesetzungen auch überdurchschnittlich häufig über Stellenausschreibungen auf der eigenen Homepage zustande. Jede fünfte Stelle wird in Großbetrieben auf diesem Weg besetzt.

Schwierigkeiten bei der Personalsuche vorwiegend bei Kleinbetrieben

Schwierigkeiten bei der Personalsuche treten vorwiegend bei Kleinbetrieben auf. Dies liegt häufig an vergleichsweise geringeren Einstiegslöhnen und zum Teil ungünstigeren Arbeitsbedingungen als in mittleren und größeren Betrieben. Unter den Kleinbetrieben befinden sich beispielsweise Handwerksbetriebe mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten. Andererseits bieten Kleinbetriebe neuen Mitarbeitern häufiger unbefristete Arbeitsverträge als Großbetriebe.

Datengrundlage der Studie ist die IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung. Mit ihr wird viermal jährlich das gesamte Stellenangebot erhoben, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im vierten Quartal 2016 lagen Antworten von rund 11.500 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor. Die IAB-Studie ist im Internet abrufbar unter http://doku.iab.de/kurzber/2017/kb1817.pdf.

Vitamin B: Jede dritte Stelle über persönliche Kontakte vergeben

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