Social Business | | von Annette Mattgey

Unternehmen ignorieren Potenziale von Social Web-Anwendungen

Wissen teilen, Ideen sammeln und Prozesse verbessern: Alleine mit E-Mails lässt sich das nicht regeln. Dennoch haben die wenigsten Unternehmen begriffen, wie sie Social-Media-Portale für ihre Zwecke einsetzen können. Diesen Standpunkt vertritt Andrea Back, Direktorin des Instituts für Wirtschaftsinformatik IWI an der Universität St. Gallen. "Viele Führungskräfte verhalten sich abwartend und skeptisch - sie können damit ihren Kollegen den Weg zu Tools verbauen, die ihnen das Arbeiten erleichtern würden", kritisierte Back im Interview mit der Computerwoche. Die positiven Aspekte, die Back anhand einer Fallstudiensammlung zusammengetragen hat, sind nicht nur die höhere Agilität, Reputation und Zufriedenheit der Mitarbeiter, sondern auch der verbesserte Zugang zu Informationen sowie Kostensenkungseffekte.

Für die geschäftliche Kommunikation stehen Back zufolge weniger die öffentlichen Portale wie Facebook und Twitter im Mittelpunkt,
sondern vielmehr Tools wie Jive, Yammer (Microsoft) und IBM Connections. "Die Bandbreite erstreckt sich vom sogenannten Social Forecasting für die Absatzprognose bis hin zum Ideen-Brainstorming in der Entwicklung." Bis Unternehmen das realisieren, sei noch ein Lernprozess nötig, so Back. "Für viele Aufgaben wird noch die E-Mail eingesetzt, die sich aber in der Projektkommunikation oft als ungeeignet erwiesen hat", erklärte die Institutsdirektorin und verweist auf die Entwicklung von der ersten E-Mail-Nutzung bis heute: "Als sich E-Mail in der Unternehmenskommunikation durchsetzte, gab es anfangs noch Manager, die sich ihre Mails ausdrucken ließen und betonten, niemals selbst eine E-Mail zu schreiben - das ist heute undenkbar", resümierte Back. "Die Nutzung sozialer Plattformen wird eine ähnliche Entwicklung nehmen."

Unternehmen ignorieren Potenziale von Social Web-Anwendungen

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