Bitkom | | von Annette Mattgey

Unternehmen fehlt interne Social Media-Kultur

In der Freizeit schreibt der Opa an die Facebook-Pinwand des Enkels - in den Unternehmen wird der lockere Umgang via soziale Netzwerke oft durch technische Hürden und kulturelle Barrieren gehemmt. Dabei verspricht die Umsetzung des "Social Enterprise" wirtschaftliche Vorteile durch Virtualisierung, Mobilität und neue Konzepte für die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch. Dass soziale Netze auch für viele Ältere zum Alltag gehört, belegt eine Bitkom-Studie, die auf die Erfahrungen der Bright One-Experten bei der Implementierung von Social Media im Unternehmen zurückgreift: Insgesamt drei Viertel aller Internetnutzer in Deutschland (37 Mio. Deutsche) sind bei mindestens einer Social Media-Plattform angemeldet und kennen sich auch ohne Training mit den neuen Medien aus. "Dass jemand ein Profil auf Facebook hat, heißt noch nicht, dass er online aktiv oder ein 'Digital Native' ist. Und trotzdem klappt hier zunehmend etwas auch über die Generationen hinweg, was die Unternehmen erst schaffen müssen: nämlich die einfache Vernetzung von Menschen, die sich nicht kennen, aber gleiche Interessen haben. Unternehmen stehen deshalb vor der Herausforderung, ihre Arbeitsweise neu zu überdenken, mit dem Ziel, dessen Nutzen für ihr Business zu entdecken," so Stefan Grünzner, Head of Consulting Services bei Bright One.

Die Angst, nicht alle Mitarbeiter durch Social Media-Kanäle erreichen zu können, wurde nun endgültig widerlegt. Die "digitale Kluft" zwischen verschiedenen Generationen verringere sich laut Bitkom-Präsident Dieter Kempf deutlich. Aktuelle Untersuchungen des Hightech-Verbands zeigen, dass immer mehr "Silver Surfer" ab 50+ die sozialen Netzwerke und Funktionen für sich entdecken. Einer neuen Unternehmenskultur und -kommunikation steht damit in diesem Bereich nichts mehr im Wege. Grünzner weist darauf hin: "Der Ansatz 'wir machen jetzt mal intern Facebook' wird nicht funktionieren. Die Reise zum 'Social Enterprise' beginnt mit einer gründlichen Analyse des Geschäftsmodells des jeweiligen Unternehmens. Davon ausgehend werden passende Werkzeuge gesucht und Plattformen realisiert, die das tägliche Arbeiten und Zusammenarbeiten sowie die wichtigsten Abläufe verbessern."

Unternehmen fehlt interne Social Media-Kultur

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