CEO-Strategie | | von Irmela Schwab

Twittern und Posten gehört zum Job-Profil des Chefs

Werbung muss dorthin, wo die Menschen sind - heißt es. Doch während in Deutschland knapp 30 Prozent der Bevölkerung auf Facebook ist und etwa 7,1 Prozent auf Twitter, gibt es noch nicht viele CEOs, die dort mit eigenen Accounts vertreten sind. Unternehmens-Accounts sind zwar gut, aber ein Tweet des Chefs wiegt mehr. So beobachtet Bill George, Management Professor an der Harvard Business School, dass "Menschen CEOs möchten, die reell sind. Sie wollen wissen, was die Chefs denken", sagt er gegenüber dem "Wall Street Journal". Social Media zu machen gehöre heutzutage zum Jobprofil eines Unternehmenslenkers.

In den USA gilt das mehr als woanders. Denn dort sind bereits 50 Prozent der Bevölkerung auf Facebook und 34 Prozent auf Twitter. Demgegenüber steht, dass sieben von zehn Fortune 500-CEOs noch auf keiner sozialen Plattform wie Twitter, Facebook, LinkedIn, Pinterest oder Google+ sind. 

Doch twittern und den Status auf Facebook updaten will gelernt sein. Zu viel aus dem Nähkästchen zu plaudern, und dabei Strategien und Insights zu offenbaren, hat bereits manchen - wie etwa Gene Morphis, CFO bei Francesca´s Holdings - den Job gekostet. Gut macht es dagegen Marissa Mayer, neue Chefin bei Yahoo. Mayer, die demnächst ihr erstes Kind erwartet, hat offenbar eine gute Balance zwischen Privatem und Geschäftlichem gefunden. Einmal hat sie über Instagram Baby-Kleidung gezeigt. Ein andermal über das Yahoo-Café an ihre knapp 225.000 Follower-Gemeinde getwittert. Mit der Follower-Schar liegt sie an der Spitze der CEOs. Nur News Corp.-Zeitungsmogul Rupert Murdoch und Richard Branson, Gründer der Virgin Group, haben mit 326.000 und 2,5 Millionen mehr.

Twittern und Posten gehört zum Job-Profil des Chefs

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