Linkedin | | von Linda Hofmann

Studie: Eine starke Arbeitgebermarke spart Personalkosten

Fast ein Drittel (32 Prozent) der deutschen Arbeitnehmer würde bei einem Jobwechsel auf eine Gehaltserhöhung verzichten, wenn das neue 
Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke ist. Neun Prozent würden vor diesem Hintergrund eine Gehaltskürzung in Kauf nehmen, fast 50 Prozent würden auf einen Gehaltssprung beim Wechsel verzichten. Das zeigt die Studie "ROI einer Arbeitgebermarke" des Karrierenetzwerks Linkedin, für die über 1.000 deutsche Arbeitnehmer befragt wurden. 

Umgekehrt schließen 52 Prozent den Wechsel zu einer schwachen Arbeitgebermarke aus, weitere 21 Prozent würden sich diesen mit einem Gehaltsaufschlag von mindestens 10 Prozent kompensieren lassen.

Für 52 Prozent der Befragten ist eine schwache Arbeitgebermarke dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsplatzsicherheit in Frage steht. Für 50 Prozent steht sie für Unternehmen mit dysfunktionalen oder schlecht performenden Teams, für weitere 44 Prozent für eine Führungsmannschaft mit schlechtem Ruf. Starke Arbeitnehmermarken stehen dagegen etwa für "mehr Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung" (36 Prozent) und "mehr Eigenverantwortung und Eigenständigkeit in der Arbeit" (33 Prozent).

"Eine Arbeitgebermarke ist nicht das, was ein Personalchef gerne über sein Unternehmen hören würde, sondern das, was Mitarbeiter und Kandidaten tatsächlich über einen Arbeitgeber denken und sagen", so Alexandra Kolleth, Mitglied der Linkedin-Geschäftsleitung Deutschland, Österreich, Schweiz.

Linkedin leitet drei Erfolgsfaktoren zum Aufbau einer starken Arbeitgebermarke aus der Studie ab: 

1) Mitarbeiter einbeziehen: Mitarbeiter sind die glaubwürdigsten Botschafter für ein Unternehmen. 

2) Potenzial von Social Media nutzen: Die sozialen Netzwerke eines Unternehmens sollten dabei nicht von der Marketing-Abteilung allein betreut werden. Auch HR-Vertreter sollten hier ansprechbar sein. Soziale Medien sind keine reinen Sende-Kanäle, Dialog ist angesagt, auch von Einzelperson zu Einzelperson.

3) Zeigen, nicht nur reden: Starke Arbeitgebermarken lassen Kandidaten hinter die Kulissen schauen, bieten Multimedia-Inhalte, schaffen Transparenz. 

Studie: Eine starke Arbeitgebermarke spart Personalkosten

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