Bertelsmann und GfK | | von Deutsche Presse-Agentur

Studie: Chefs sind besser als ihr Ruf

Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland sind einer Umfrage zufolge ziemlich zufrieden mit ihren Vorgesetzten. Obwohl gerne mal auf sie  geschimpft wird: 78 Prozent der Beschäftigten sind zufrieden mit ihren Chefs, von den unter 29-Jährigen sagen dies sogar 83 Prozent. Nach einer repräsentativen Befragung der Bertelsmann Stiftung und des GfK Vereins bescheinigen die Mitarbeiter ihren Vorgesetzten mehrheitlich Fairness und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Macht. Befragt wurden im Juli 2014 in Deutschland 1274 Angestellte, Beamte und Arbeiter zwischen 14 und 64 Jahren.

Besonders positiv empfindet es jeder zweite befragte Arbeitnehmer, dass ihm der Chef genügend Freiraum lässt und eigenverantwortliches Arbeiten fördert. Beim Vorgesetzten Gehör zu finden und als kompetent anerkannt zu werden, ist für die Arbeitnehmer am Wichtigsten, um Vertrauen zum Chef aufzubauen.

Größte Vertrauenskiller seien hingegen Bestrafung, Druck und Drohungen, hieß es. Aber nur rund ein Fünftel der Befragten gibt an, schlechte Erfahrungen mit ihrem direkten Vorgesetzten gemacht zu haben. Beschäftigte mit einem niedrigen Bildungsabschluss fühlen sich öfter benachteiligt als solche mit höheren Bildungsabschlüssen.

 

„Die positive Sicht der Beschäftigten auf Macht in Unternehmen und wie Vorgesetzte damit umgehen, hat uns überrascht, weil Macht im Deutschen als Begriff oftmals eher negativ belegt ist“, sagte Martina Schwenk, Expertin der Bertelsmann Stiftung. „Die Befragung zeigt, dass machtvolles Verhalten im direkten Umgang zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern häufig positiv erlebt wird. Die meisten Chefs agieren auf eine Art und Weise machtbewusst, die ihre Mitarbeiter als förderlich und sinnvoll wahrnehmen.“

Weitere Informationen zur Studie gibt es hier.

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