Jobsuche | | von Anja Janotta

Studie: Big Data ist kein Big Arbeitgeber

Big Data, Tracking und Targeting werden zwar immer mehr verlangt im Online-Marketing - aber als Arbeitsfeld ist dieser Bereich nur für wenige Jobsuchende attraktiv. Dieses ernüchternde Bild zeichnet die Umfrage "Jobs in der Online-Branche 2013" des Jobportals OnlineMarketingJobs.de. Sie zeigt: Die Mehrheit der 160 Befragten (40 Prozent) möchte lieber als Generalist im Online-Marketing tätig sein. Und wenn schon Spezialisierung, dann doch lieber in den Bereichen Mobile und Social Media, wie es 34 Prozent vorziehen. Kampagnenplanung ist noch für 14 Prozent interessant, aber operatives Kampagnenmanagement, Sales und Datenanalyse reizt dann nur mehr noch vier Prozent der Befragten.

Die vielen Newvonmer erwarteten "im Online-Marketing eher kreative Aufgaben. Jedoch stellt der analytische Teil des Online-Marketings wirtschaftlich einen deutlich größeren Hebel dar", erklärt Philipp Westermeyer, Gründer von OnlineMarketingJobs.de.

Interessant war auch die Frage nach der Qualifikation der Mitarbeiter: Fast jeder zweite Befragte (46 Prozent) erwarb seine Kenntnisse in der Online-Branche erst im Job und hatte zuvor wenig bis gar kein Fachwissen. 45 Prozent bezeichnen sich außerdem als Autodidakten, wobei dies doppelt so viele Männer von sich sagen (56 Prozent) wie Frauen (27 Prozent). Wissen erwarben sich die Bewerber in Praktika (32 Prozent) oder Weiterbildungsmaßnahmen (27 Prozent). Nur jeder Fünfte (21 Prozent) hat ein Fachstudium an einer Universität oder Hochschule gemacht. 14 Prozent absolvierten ein Traineeprogramm oder eine Ausbildung, ein berufsbegleitendes Studium gar nur fünf Prozent.

Gutes Arbeitsklima ist für fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent) der wichtigste Faktor, wenn es um die Auswahl eines potenziellen Arbeitgebers geht. Auf Platz zwei mit 54 Prozent folgt die faire Bezahlung. Für knapp jeden Zweiten (48 Prozent) ist die Work-Life-Balance sehr wichtig für die Jobentscheidung. Ob ein Unternehmen jedoch auch einen gewissen Kultfaktor mit sich bringt, spielt nur für sechs Prozent eine wichtige Rolle bei der Entscheidung. Aber das gute Klima ist nicht alles: Nur acht Prozent der Befragten wären bereit, an dieser Stelle Abstriche zu machen. Auf die Work-Life-Balance würde gut ein Viertel (26 Prozent) verzichten. Am ehesten würden die Befragten den Heimatort aufgeben und umziehen (66 Prozent).

Am ehesten ergeben sich Job-Mögklichkeiten über persönliche Kontakte: Drei von vier Befragten (78 Prozent) halten ihr eigenes persönlcihes Netzwerk für wichtig bis sehr wichtig, um eine Stelle in der Online-Branche zu finden. Auf Platz zwei folgen soziale Netzwerke (71 Prozent). Erst auf Rang drei kommen allgemeine Online-Jobbörsen  (67 Prozent). Online-Jobbörsen und -Stellenmärkte speziell für die Branche (65 Prozent) landen auf Rang vier.

Die Umfrage "Jobs in der Online-Branche"wird seit 2011 jährlich von OnlineMarketingJobs.de durchgeführt. Es werden Jobsuchende im Online-Bereich zu verschiedenen Themen befragt wie Kenntniserwerb, Faktoren für die Jobwahl, Wege der Jobvermittlung und Gehaltsvorstellungen.

Studie: Big Data ist kein Big Arbeitgeber

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