Lesetipp | | von Annette Mattgey

Social Freezing ist ein "unheimlich gutes Gefühl"

In Deutschland machen es bislang nur einige hundert Frauen: Social Freezing, also das Einfrieren der Eizellen, um einen späteren Kinderwunsch zu erfüllen. Pia Poppenreiter ist eine davon. Warum Sie sich für diesen Weg entschieden hat, erzählt sie im Interview mit dem Fachtitel "Gründerszene". 

In Deutschland ist das Thema hoch umstritten. An Fahrt gewonnen hat die Diskussion, als vergangenen Herbst bekannt wurde, dass Facebook und Apple das Social Freezing ihrer Mitarbeiterinnen bezahlen. Poppenreiter ist eine versierte Digital-Unternehmerin, erst kürzlich hat sie Spreefang mitgegründet. Das Berliner Startup will die App Ohlala auf den Markt bringen, ein weiteres Produkt aus dem Casual-Dating-Bereich.

Die 28-Jährige ist derzeit Single und will sich erstmal ihrer beruflichen Karriere widmen. Das Thema Familie - durchaus mit mehreren Kindern - ist für sie nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Mit ihrer jetzigen Entscheidung geht sie offensiv um - musste sie sich doch durchaus schon neugierige Fragen von potenziellen Investoren zur Familienplanung anhören. "Mir war die Freiheit, die ich durch den Eingriff gewinne, sehr wichtig. Dafür habe ich auch die gesundheitlichen Risiken in Kauf genommen, die meiner Ansicht nach sowieso recht gering sind", so Poppenreiter. Der Ei-Entnahme geht eine Hormonbehandlung voraus, über die Poppenreiter sagt: "Diese Therapie dauert nur zehn Tage und ich habe die auch sehr gut vertragen. Nur nach den zehn Tagen war ich zwei Tage ziemlich launisch und müde."

Ihre Entscheidung will sie jedoch nicht als generelle Absage verstanden wissen, dass sich Beruf und Familie nicht vereinbaren lassen: "Das ist doch total individuell und hängt sehr stark von der Situation ab. Habe ich eine feste Partnerschaft? Unterstützt mein Mann oder Freund mich?"

Sie empfindet nun weit weniger Druck: "Im Prinzip kaufe ich mir mit Social Freezing mehr Zeit – ich finde, das ist mein gutes Recht. (..) Mir persönlich hat Social Freezing den Druck genommen und das ist ein unheimlich gutes Gefühl." Wer das vollständige Interview lesen möchte, kann das bei den Kollegen von "Gründerszene" hier tun.

Social Freezing ist ein "unheimlich gutes Gefühl"

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