Die Konsumfreude befeuert das Weihnachtsgeschäft.
Die Konsumfreude befeuert das Weihnachtsgeschäft. © Foto:Screenshot Youtube Weihnachtskampagne Ebay

Nielsens Verbraucherstimmung | | von Anja Janotta

So optimistisch sind die Deutschen wegen ihrer Jobs

Zuversicht beherrscht die Deutschen - für das Weihnachtsgeschäft und das neue Jahr sind das positive Impulse. Besonders beim Jobmarkt zeigen sich die Deutschen optimistisch, zeigt der jüngste Ausblick des Marktforschers Nielsen. 60 Prozent schätzen ihre Job-Aussichten für die nächsten zwölf Monate als gut oder sehr gut ein. Dieser Wert ist fast doppelt so hoch wie der europäische Durchschnitt, der bei 32 Prozent liegt. Und gegenüber dem Quartal zuvor ist er deutlich gestiegen - damals waren es 56 Prozent.  Ingo Schier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen Deutschland betont: "Bei diesem Punkt sind die Deutschen schon seit Monaten die unangefochtenen Spitzenreiter. Kein anderes Land in Europa ist beim Thema Job zuversichtlicher gestimmt. Dazu tragen natürlich auch maßgeblich die positiven Entwicklungen am deutschen Arbeitsmarkt und die Lohnsteigerungen bei." Auf den Plätzen zwei und drei folgen bei diesem Punkt Tschechien (57 Prozent) und die Schweiz (56 Prozent).

Das hat Folgen: Im dritten Quartal 2016 ist das Verbrauchervertrauen um vier Punkte gestiegen und erreicht damit das deutsche Rekordniveau von 100 Indexpunkten. Damit liegt Deutschland 19 Indexpunkte über dem europäischen Durchschnitt (81 Punkte). Nur die Dänen (107 Punkte) und Briten (106 Punkte) sind positiver gestimmt. Davon profitiert auch das Weihnachtsgeschäft. Denn die deutschen Kunden geben ihr Geld lieber aus, als es zu sparen. Wenn sie am Ende des Monats noch etwas übrig haben, investieren sie es laut Index am liebsten in neue Kleidung (42 Prozent) oder Urlaub (40 Prozent). Das ist ein großer Unterschied zum europäischen Durchschnitt. Hier steht Sparen ganz oben (36 Prozent). Zudem schätzt mehr als jeder Zweite hierzulande seine persönliche finanzielle Situation als gut oder sehr gut ein (56 Prozent, Europa 42 Prozent).

Und wenn doch mal der Gürtel enger geschnallt werden muss, knausern die Deutschen am ehesten bei Lebensmitteln. Diese Sparmaßnahme liegt mit 67 Prozent an erster Stelle. Weniger für neue Kleidung ausgeben (63 Prozent) und häufiger selber kochen (57 Prozent) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Im europäischen Vergleich wird dagegen am ehesten beim Outfit (53 Prozent), bei Freizeitbeschäftigungen und durch den Kauf von günstigeren Lebensmitteln (beide 49 Prozent) gespart.

Trotz allem Optimismus - die Ereignisse der letzten Monate lassen die Deutschen dennoch nicht unberührt: Terrorismus ist im dritten Quartal 2016 die mit Abstand größte Sorge (27 Prozent) vor den Bereichen Gesundheit (9 Prozent) und Immigration (8 Prozent).

So optimistisch sind die Deutschen wegen ihrer Jobs

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht