Linkedin-Studie | | von Linda Hofmann

So lassen sich deutsche Führungskräfte abwerben

Deutsche Fach- und Führungskräfte für sein Unternehmen zu gewinnen ist laut der aktuellen Linkedin Talent Trends-Studie gar nicht so einfach. Denn sie zählen zu den zufriedensten Arbeitnehmern Europas. 72 Prozent geben an, mit ihrer aktuellen Stelle zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Wer zufrieden ist, lässt sich schwer zum Wechsel bewegen: nur knapp ein Viertel sieht sich aktiv nach einer neuen Stelle um.

"Für Personaler heißt das, dass sie potenzielle Jobkandidaten selbst identifizieren und ansprechen müssen", erklärt Alexandra Kolleth, Mitglied des Führungsteams bei Linkedin Deutschland, Österreich und Schweiz. "Eine Stellenanzeige zu veröffentlichen und dann nur darauf zu warten, dass sich Top-Talente von selbst melden, ist ein riskantes Glücksspiel." Wichtig ist vielen Kandidaten der direkte Kontakt mit dem Unternehmen. 47 Prozent sind sehr daran interessiert, von einem Recruiter aus der Personalabteilung angesprochen zu werden - bei Headhuntern fällt dieser Wert auf 38 Prozent.

Das überzeugendste Argument für einen Wechsel ist für knapp die Hälfte der Befragten eine bessere Vergütung, jeweils 34 Prozent würden für eine bessere Work-Life-Balance oder bessere Weiterbildungsmaßnahmen eine neue Stelle in Erwägung ziehen. Kaum entscheidend (15 bzw.13 Prozent) sind dagegen bessere Aufstiegschancen und höhere Jobsicherheit.

 

Neben dem Verlauf des Bewerbungsgesprächs selbst ist Transparenz für viele Kandidaten wichtig für den Eindruck, den ein möglicher neuer Arbeitgeber hinterlässt. Wer alle Fragen zum Unternehmen und Produkten beantwortet (60 Prozent), ein Gespräch mit dem Management ermöglicht und die Unternehmenskultur vor Ort zeigt (jeweils 54 Prozent), kann punkten. Es lohnt sich zudem, früh potenzielle Vorgesetzte und Kollegen einzubinden: Vier Fünftel sehen es sehr positiv, direkt mit dem möglichen Vorgesetzten zu sprechen. Geschenke sind dagegen nicht zielführend: 80 Prozent sind solche Zuwendungen egal.

Für die Untersuchung wurden 739 deutsche Fach- und Führungskräfte befragt.

So lassen sich deutsche Führungskräfte abwerben

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht