Stark anfangen - und dann stark nachlassen: So sehen die Karrierewege von Frauen aus.
Stark anfangen - und dann stark nachlassen: So sehen die Karrierewege von Frauen aus. © Foto:Mc Kinsey & Co.

Digitale Transformation | | von Irmela Schwab

So klappt´s mit der Top-Managerinnen-Karriere

Schneller, weiter - und integrativer: Die digitale Transformation reißt die Grenzen zwischen den Silos in Unternehmen ein. Nur eine bleibt bestehen: die zwischen Männern und Frauen und wie unterschiedlich sie behandelt werden.

Die Studie "Women in the Workplace" von McKinsey & Co. und Leanin.org hat herausgefunden, dass Frauen auf allen Ebenen und Abteilungen unterrepräsentiert sind. Insbesondere unter Ingenieuren, Produktentwicklern, Controllern und Forschern. Interessant: Viele Frauen glauben, dass ihr Geschlecht sie von einer Karriere in diesen Gebieten abhält. Doch lässt sich etwas dagegen tun - das "Wall Street Journal" hat auf einem Event dazu verschiedene Praktiken in Tech-Unternehmen vorgestellt

Unternehmen wie Cisco und Microsoft zum Beispiel investieren in Frauenförderungs- und Mentorenprogramme. Darüber sollen weibliche Nachwuchskräfte ermutigt werden, Naturwissenschaften, technische Fächer, Ingenieurswesen oder Mathematik zu studieren, die typischerweise in eine Karriere in Technologie-Firmen münden. Während in anderen Berufen gut die Hälfte aller Neueinsteiger Frauen sind, sind es in Technologie-Firmen nur 36,8 Prozent, untermauert die Studie "Women in the Workplace".

Wenn sie nicht befördert werden, machen 29,9 Prozent ihr Geschlecht dafür verantwortlich, und 37,1 Prozent fürchten Nachteile bei ihrer künftigen Karriere, so die Studien. In nicht-technischen Berufen äußerten sich nur 21,6 respektive 22,8 Prozent auf diese Weise. Manche sehen auch Hindernisse darin, dass Frauen selten an der Spitze stehen: Somit fehlen die Vorbilder.

Unternehmen wie Facebook und Pinterest wollen - so heiß es auf dem WSJ-Event - damit aufräumen, indem sie zumindest eine Frau für offene Stellen zum Gespräch einladen. Bei Cisco lässt man weibliche Kandidaten auch mit mindestens einem weiblichen Unternehmensmitarbeiter sprechen, was zu einer 50-prozentigen Zuwachsrate zugunsten weiblicher Bewerber geführt hat.

Firmen wie Netflix und Amazon dagegen haben neue Elternzeit-Regeln implementiert. Doch geht es letztlich nicht darum, eine Auszeit für die Familie zu gestatten - sondern die Mitarbeiter nach ihrem Wiedereinstieg nicht zu bestrafen, indem man ihnen eine Beförderung verwehrt.

Letztendlich lässt die männliche Übermacht weibliche Mitarbeiter oft einsam fühlen. Das nimmt zu, wenn Frauen keine männlichen Mentoren finden. Letztlich können Frauen allein offensichtlich anderen Frauen nicht ausreichend helfen, in ihrer Karriere voranzukommen.

So klappt´s mit der Top-Managerinnen-Karriere

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht