Volkswagen will mehr Frauen und internationales Personal in das Top-Management holen.
Volkswagen will mehr Frauen und internationales Personal in das Top-Management holen. © Foto:Volkswagen

Management-Entwicklung | | von Frauke Schobelt

Mehr Frauen und internationaler: VW richtet Top-Management neu aus

Volkswagen will sein Top-Management für künftige Aufgaben fitter machen und internationaler aufstellen. Mehr Frauen und internationale Experten sollen in die Führung geholt werden, von seinen Spitzenkräften fordert der Konzern ein "breiteres Erfahrungsprofil". So sollen Auslandseinsätze oder Erfahrungen mit verschiedenen Marken und Geschäftsbereichen einen höheren Stellenwert erhalten. Ziel sei es, "Internationalität, Vielfalt und Perspektivwechsel" zu fördern, so der Konzern. 

"Digitalisierung, Vernetzung und Elektromobilität werden unsere Branche grundlegend verändern. Deshalb richten wir unsere Managementkultur rechtzeitig darauf aus", sagte der Personalvorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft, Karlheinz Blessing. "Mehr denn je wird es darauf ankommen, dass das Management international erfahren und vielfältig ist." Bis 2025 hat sich Volkswagen in seiner Strategie "Transform 2025+" ehrgeizige Ziele gesetzt, will einer der führenden Anbieter für Elektromobilität und Mobilitätsdienste werden. Dafür hat der Konzern Anfang Dezember die neue Konzernmarke Moia gegründet.

Der Konzernumbau erfordert nach Ansicht von Volkswagen eine neue Unternehmenskultur. Offener, transparenter und internationaler soll die Zusammenarbeit werden. Denn die bisherigen Strukturen hätten die Abgasmanipulationen ermöglicht und gefördert, heißt es, auch in eigenen Analysen. Der Skandal hat dem Ruf des Konzern massiv geschadet und aus diesen Fehlern will der Autohersteller lernen. "Wir werden Diskussions-, und Entscheidungsfreude fördern, Fehlermachen zulassen und Selbstkorrektur unterstützen, unternehmerisches Denken und Handeln stärken, Agilität fördern und konzernweite Zusammenarbeit festigen", sagt Blessing. Offensichtlich gibt es da einen enormen Nachholbedarf.  

Um die internationale Ausrichtung zu unterstreichen, wird die Konzernsprache künftig Englisch sein. In einer Übergangsphase bis Ende 2021 gelten die Kriterien als Richtlinien, danach werden sie verbindlich, so der Konzern. 

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