Videos | | von Annette Mattgey

Mehr als Rap: So gestalten Sie Recruitingvideos

Fürs Unternehmensimage werden gerne mal Videos gedreht. Manche sind unfreiwillig komisch, andere zeigen Bewerbern unterhaltsam und professionell die Einstiegschancen auf. Welche Trends sich 2013 bei Recruitingvideos abzeichnen, hat das Job- und Karriereportal JobTV24 analysiert.

1. Viel mehr Videos im HR-Bereich

Immer mehr Firmen entscheiden sich dafür, nicht nur Imagefilme, sondern auch spezielle Videos in den Gebieten Recruiting, How-To oder Fortbildung zu produzieren. Diese sind genau auf die entsprechende Zielgruppe gerichtet, beispielsweise zukünftige Auszubildende, Mitarbeiter oder Partner. Die Recruitingclips werden dann auf Job- und Karriereportalen mit einem Unternehmensprofil und Stellenanzeigen verlinkt. Erklär- und Weiterbildungsvideos werden beispielsweise im Intranet für die Mitarbeiter angeboten.

2. Von Social Media bis Kino

In der HR-Szene spricht man von „Facebook-Recruiting“. Gemeint ist, dass immer mehr Firmen junge Bewerber, insbesondere Praktikanten, aktiv über ihre sozialen Netzwerke wie Facebook, Xing, LinkedIn oder Google+ ansprechen. Dort können potenzielle Interessenten mit Mitarbeiten bereits vor der Bewerbung in Kontakt kommen. Einer der Spitzenreiter im Karriereservice im Social Web ist der Versandhändler OTTO – zu finden unter www.facebook.com/ottogroupkarriere.

Ganz frisch im Kommen sind Recruitingvideos im Fernsehen oder im Kino. Gerade erst diesen Winter startet die Deutsche Bahn (Bild) eine Kampagne im Fernsehen und die Automarken BMW und MINI ließen kurze Spots als Kinowerbung produzieren. Vorteil an der Kinowerbung ist die genauere Eingrenzung der Zielgruppe durch regionale und filmische Auswahl. Der Mini-Kinospot befindet sich hier.

3. Mitarbeiter in Videos einbeziehen

Ein weiterer Trend, der sich für 2013 abzeichnet, ist, dass Mitarbeiter selbst in die Videos einbezogen werden. Sie erzählen aus ihrem Berufsalltag und stellen einzelne Bereiche in der Firma vor. Durch den allgemeinen Anstieg von Recruitingvideos kommen Mitarbeiter kleinerer Betriebe, in denen kein Budget für aufwendige Produktionen vorhanden ist, auf die Idee, Videos für das eigene Unternehmen zu produzieren und improvisieren bei Technik und Drehkonzept. Allzuviel Improvisation kann jedoch potenzielle Bewerber auch abschrecken und Kratzer am Firmenimage verursachen.

4. Berufsanfänger im Vordergrund

Recruitingvideos sprechen eine sehr junge Zielgruppe an. Gesucht werden Praktikanten, Auszubildende und Trainees. Arbeitgeber präsentieren sich als abwechslungsreich, modern und aufgeschlossen. Meist sind es Berufsanfänger aus dem eigenen Unternehmen, die in den Clips auftreten, um so möglichst authentisch andere junge Bewerber anzusprechen, zum Beispiel wie beim bekannten Reifenhersteller Pirelli.

 5. „Rappen und coole Moves“

BMW machte den Anfang und mittlerweile haben auch die Spardabank, Edeka, McDonald’s und weitere Unternehmen Recruitingvideos, in denen gesungen, gerapped und getanzt wird. Die Clips richten sich insbesondere an Berufseinsteiger. Aktuelle Auszubildende werben mit selbstverfassten Songtexten für einen Start im Unternehmen als Praktikant oder Azubi. Passend zur Musik haben die Jugendlichen Choreografien eingeübt und ermuntigen die Zuschauer, sich ebenfalls zu bewerben. JobTV24 rät Unternehmen dazu, sich über die möglichen Konsequenzen eines atypischen Videos bewusst zu sein und gegebenenfalls auch mit negativer Kritik umzugehen. 

6. Mehr als nur Video: Interaktivität

Videos können heutzutage mehr sein als nur Bewegtbild. Durch die Integration von „Call-to-Action“-Elementen können die User weitere Informationen bekommen. Die interaktiven Links werden während des Abspielens des Videos angezeigt und der Nutzer kann so zusätzlichen Service bekommen oder direkt zur Stellenanzeige weitergeleitet werden. Umgesetzt wurde das zum Beispiel beim TÜV Süd.

7. Authentisch oder auffällig?

Während einige Unternehmen nur auf dezente Retouche und unauffällige Trackingelemente setzen, um das Video möglichst authentisch erscheinen zu lassen, wandert der Trend in Richtung kreative Grafikelemente. Insbesondere das Intro und das Outro bieten sich für gestalterische Freiheiten in der Postproduktion an, denn hier unterscheiden sich improvisierte von professionellen HR-Videos. Das Berliner Entsorgungsunternehmen ALBA verwendete beispielsweise einen Comicstyle in ihrem neusten Recruitingvideo für Auszubildende. Videos mit Effekten und Animationen hat JobTV24 hier gesammelt.

Gleich welcher Trend, jedes Unternehmen muss abwägen, welche Elemente in ein Video passen: zur Firma, zur Zielgruppe, zur Brache und zur Aussage. Wer dort eine gelungene Mischung findet und sein Video anschließend noch mit den offenen Stellenanzeigen auf den renommierten Karriereportalen wie monster.de oder Stepstone.de, verknüpft, sollte für 2013 viele qualifizierte Bewerber erwarten.

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