Trendence | | von Annette Mattgey

Marketing-Absolventen: Nur jede Zehnte will in Medien oder Werbung

Beim Nachwuchs stehen BMW, Audi und Google ganz an der Spitze der Beliebtheitsskala. Die Studenten mit den Schwerpunkten E-Business, Marketing und Medienwirtschaft schätzen aber auch L'Oreal, Red Bull und Unilever. Als einziges Medienunternehmen schaffte es Pro Sieben Sat1 in die Top Ten. Für LEAD digital fertigte das Trendence Institut eine Sonderauswertung des Graduate Barometers an, das die bevorzugten Arbeitgeber von Studienabsolventen ermittelt.

BMW und Audi liegen bei allen Fachrichtungen vorne, bei den Digi- und Marketing-Studenten ist aber wie zu erwarten der Hang zu Internet-Unternehmen stärker. Aber auch ausgeprägte Markenartikler werden stark geschätzt. So sind in den Top Ten etwa Google, Lufthansa und Adidas vertreten. Unter den Konsumgüteranbietern haben es Red Bull, Unilever, L'Oreal, Beiersdorf, Nestlé und Procter & Gamble in die Top 20 geschafft.

Bertelsmann (Platz 20) musste sich Pro Sieben Sat1 geschlagen geben. Apple rangiert hierzulande nur auf Platz 17 - und ist bei der Digi-Teilgruppe nicht beliebter als insgesamt. Bei den Studenten mit den Schwerpunkten E-Business, Marketing und Medienwirtschaft haben es Investionsgüterhersteller wie Bosch oder Siemens schwerer, für sich zu begeistern.

Gehaltserwartung unter Durchschnitt

Nach den Wunschbranchen gefragt, nennen die Marketing- und Digi-Studenten Konsumgüterhersteller (37,8 Prozent), Automobil (21,5 Prozent), Medien und Werbung (10,6 Prozent) und Handel (9,0 Prozent). Sie rechnen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 44,2 Stunden und mit einem Jahreseinkommen von 42.900 Euro. Damit liegen sie leicht unter dem Durchschnitt aller Absolventen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass sie weniger gut informiert sind. 40 Prozent wissen nicht, was man als Einstiegsgehalt verlangen sollte. Bei der Gesamtzahl der Absolventen sind das nur 30 Prozent.

Düstere Stimmung

Die Kriterien, die bei der Arbeitgeberwahl entscheidend sind: attraktive Arbeitsaufgaben, Kollegialität, Wertschätzung der Mitarbeiter, gute Karriereperspektiven. Auch die flexible Arbeitszeitgestaltung wiegt schwer: Knapp 60 Prozent ist sie wichtiger als Firmenwagen oder Diensthandy.

In einigen Punkten sind die E-Business-, Marketing- und Medien-Studenten pessimistischer als der Durchschnitt: Ein Drittel geht davon aus, dass es schwer ist, 2014 eine Stelle zu finden (gesamt: 28,4 Prozent). 80 Prozent glauben, dass sie ihr Leben lang flexibel bleiben und sich eventuell umorientieren müssen (gesamt: 74 Prozent). Fast die Hälfte (47 Prozent) bejaht die Aussage "Ich mache mir Sorgen um meine berufliche Zukunft". Das ist bei den Altersgenossen anderer Studiengänge weniger verbreitet (40 Prozent).

Das Graduate Barometer des Trendence Institituts erhebt insgesamt Daten von rund 35.000 abschlussnahen Studierenden in Deutschland. Erste Ergebnisse der Studie hat das Manager Magazin exklusiv in seiner Mai-Ausgabe veröffentlicht. Weitere Informationen zu der Analyse finden sich auf der Website: http://www.trendence.com/unternehmen/rankings/germany.html

Marketing-Absolventen: Nur jede Zehnte will in Medien oder Werbung

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