Personal Branding | | von Annette Mattgey

Linkedin wird zur Blogger-Plattform

Was bislang den Promis dieser Welt  - von Richard Branson bis Bill Gates - vorbehalten war, steht demnächst jedem offen: Seine Meinungen und Kommentare via Linkedin zu verbreiten. Die Inhalte, die schon bisher auf dem Business-Netzwerk zu finden sind, bezeichnet Linkedin selbst als "Spitze des Eisbergs". Bislang fehlten jedoch Werkzeuge, das gebündelte Wissen der Mitglieder allen zugänglich zu machen.

In Zukunft können Linkedin-User anderen folgen, auch wenn sie bisher noch nicht miteinander verbunden sind. Gepostet werden können - neben Texten - Fotos, Grafiken, Videos und Slideshare-Präsentationen.

Eine kleine Schar von Linkedin-Mitgliedern konnte die neue Funktion bereits seit Herbst 2012 testen. Einzelne Posts schaffen es auf bis zu 31.000 Views, vermeldet Linkedin. Die Chance, zum Linkedin Influencer zu werden, haben nach und nach alle Linkedin-Mitglieder. Zuerst wird der Kreis auf 25.000 ausgeweitet, darunter etwa  der Nissan-CEO Carlos Ghosn und  Susan Lyne von AOL. Mehr Informationen hat Linkedin auf seiner Hilfe-Seite zusammengestellt.

Wer bislang noch kein Wordpress- oder Tumblr-Blog hat, für den könnten die neuen Möglichkeiten bei Linkedin ein Anreiz sein, seine persönliche Reputation mit unterhaltsamen Fachbeiträgen zu erhöhen. Allerdings gelten dort die gleichen Regeln, was die Frequenz der Beiträge angeht, meint Klaus Eck: "Reicht ein Posting alle zwei Monate auf Linkedin, um als Blogger wahrgenommen zu werden? Wohl kaum. Wer regelmäßig auf seine Personenmarke einzahlt, profitiert von seinen Blogaktivitäten, wer es jedoch nur selten zu einem Blogartikel schafft, dürfte auch bei LinkedIn nicht unbedingt davon profitieren, hin und wieder ein Posting zu veröffentlichen."

PR-Blogger Eck hat dazu einige grundlegende Tipps zusammengetragen: "Falls Sie sich dazu entscheiden auf Linkedin zu bloggen, sobald diese Option auch in Deutschland verfügbar ist, sollten Sie darauf achten, einzigartigen Content anzubieten. Es empfiehlt sich nicht, andere Blogartikel (..) wiederzuverwerten. Sie sollten in jedem Fall neue businessorientierte Inhalte publizieren. Private Inhalte sind auf dem Karrierenetzwerk nicht wirklich zu empfehlen."

Björn Tantau verweist darauf, dass die Wirkung nicht nur auf Linkedin beschränkt bleiben muss, sondern auch der eigenen Marke im Netz helfen kann: "Diese gestiegene Reichweite lässt sich dann dafür nutzen, um bei bestimmten Themen mehr Traffic für die eigene Website zu generieren." Und einen weiteren Vorteil sieht Tantau: Wenn zukünftig mehr relevante Inhalte bei Linkedin zu finden sind, wirkt sich das positiv auf die Sichtbarkeit in Suchmaschinen aus. 

Linkedin wird zur Blogger-Plattform

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