Social Brands Conference | | von Annette Mattgey

Lego schickt Manager zur Social Media-Nachhilfe

Dem Spielwarenhersteller Lego ist die Weiterbildung der Führungskräfte sehr wichtig. Dazu gehören auch Social Media-Kurse, die ihnen die Bedeutung des direkten Kundenkontakts aufzeigen sollen. "Jeder in einer Firma muss verstanden haben, was es bedeutet 'social' zu sein", erklärt Lars Silberbauer, Director of Social Media bei Lego, seinen Zuhörern bei der Social Brands Conference in London. Der Kurs dauere einen Tag und ende mit einem theoretischen und praktischen Test, so Silberbauer. Im praktischen Teil geht es etwa darum, einen Post auf der sehr beliebten Facebook-Seite des dänischen Unternehmens abzusetzen. Das bekommen dann fast vier Millionen Follower mit. "Man spürt deutlich ihre Nervosität, wenn sie mit Verbrauchern direkt kommunizieren müssen", plaudert er aus dem Nähkästchen. "Aber wenn sie 500 Likes erhalten, dann kapieren sie, worum es bei Social Media geht."

Likes sind jedoch nicht das Einzige, das Lego im Social Web erzielen will. "Auf vierfache Weise versuchen wir, aus dem Engagement der Follower einen Mehrwert zu ziehen: Umsätze steigern, unser Marketing effizienter gestalten, Markennähe und -loyalität aufbauen sowie unsere Marke im Social Web schützen."

So ließ sich Lego etwa das Bild für eine Promotion-Aktion von einem Fan gestalten anstatt bloß einen Packshot zu verwenden. "Innerhalb von sechs Stunden haben das eine Million Menschen gesehen und rund 8000 haben unseren Webshop besucht", erzählt Silberbauer. Mit eindrücklicher Bilanz: Die Umsätze gingen um rund 10.000 Dollar nach oben. "15 Minuten Arbeit und kein einziger Werbe-Euro", freut er sich. Leider lassen sich solche Aktionen nicht beliebig häufig durchführen, wie Silberbauer gegenüber seinem Chef einräumen musste. Der hätte die Aktion gerne viermal pro Stunde veranstaltet.

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