Online-Marketing | | von Annette Mattgey

Job-Sucher: Unternehmen sind hui, Agenturen pfui

Wer im Bereich Online-Marketing arbeiten will, sieht optimistisch in die Zukunft. Der Markt wird als sehr zukunftsträchtig eingeschätzt. Allerdings haben Bewerber recht deutliche Vorstellungen: Der Großteil, und zwar 86 Prozent, will lieber in einem Unternehmen arbeiten als in einer Agentur. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige Umfrage "Jobs in der Online-Branche 2012" des Jobportals OnlineMarketingJobs.de unter Jobsuchenden im Online-Bereich. Philipp Westermeyer, Gründer des Jobportals OnlineMarketingJobs.de, erklärt: "Das extrem dynamische Wachstum der Online-Marketing-Branche führt weiterhin zu einem Ungleichgewicht zwischen Jobangeboten und Nachfragern." Das stärkt die Arbeitnehmer bei den Verhandlugnen mit potenziellen Arbeitgebern. Das sieht auch Westermeyer so: "Die Konsequenzen sind derzeit zu beobachten: Online-Marketing-Fachleute mit drei Jahren Berufserfahrung verdienen wie Oberärzte. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Aus Arbeitgebersicht ist es dringend Zeit, zusätzliche Fachleute auszubilden und zu begeistern."

 

Hauptmotivation für eine Anstellung im Online-Marketing ist der Wunsch, in einem Wachstumsmarkt (33 Prozent) und in einer sich ständig verändernde Branche (29 Prozent) tätig zu sein. Als weiteren wichtigen Faktor betonten die Befragten in diesem Jahr das eigene Technikinteresse: Gaben dies im vergangenen Jahr nur vier Prozent als wichtigen Beweggrund an, stieg diese Zahl 2012 auf 17 Prozent an. Sehr divers sind denn auch die Ausbildungswege. Vielen gelang es, sich per Training on the Job das nötige Wissen anzueignen. Nur 29 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarben ihr fachspezifisches Wissen in einem entsprechenden Studiengang. 40 Prozent bezeichneten sich als Autodidakten.

 

Die Marktlage spiegelt sich in den Gehaltsvorstellungen und Erwartungen wider. Die Gehaltswünsche bewegen sich unverändert auf einem guten Niveau, bei einigen Einstiegs- und Senior-Positionen verzeichnet die Studie sogar einen deutlichen Anstieg: Die Mehrheit der Junior Account Manager schätzt ihr Einstiegsgehalt auf 40.000 bis 45.000 Euro (2011: 35.000 - 40.000 Euro), ein Senior-Berater dagegen sogar bis auf 70.000 Euro (2011: bis 65.000 Euro).

Kompensation durch Aufstiegschancen

Wenn sie sich mit weniger Geld zufrieden geben, erwarten die Befragten anderweitiges Entgegenkommen, etwa durch gute Aufstiegschancen. Das ist Frauen (71 Prozent) sogar noch wichtiger als Männern. 57 Prozent gaben an, dass sie für eine gute Work-Life-Balance an ehesten ein Gehalt unter ihren Erwartungen in Kauf nehmen würden. Weitere Gründe sind interessante Aufgaben mit 56 Prozent sowie ein gutes Arbeitsklima mit 55 Prozent.

 

Job-Sucher: Unternehmen sind hui, Agenturen pfui

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