Xing | | von Anja Janotta

Job-Studie: Fünf Stunden weniger arbeiten wäre ideal

Wie glücklich sind die Arbeitnehmer mit den aktuellen Veränderungen in ihrem Beruf? Wie zufrieden sind sie mit der Vereinbarung von Beruf und Familie? Für die Studie "Kompass Neue Arbeitswelt" haben Xing und das Meinungsforschungsinstitut Statista 4.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt.

Tatsächlich sind die Arbeitnehmer sehr entspannt, was die Veränderungen ihres Berufsfeldes angeht. 71 Prozent sehen diese gelassen bis positiv. Immerhin sagen auch 17 Prozent, dass sich in ihrem Umfeld nichts verändere, 12 Prozent sind unglücklich mit den Veränderungen. Allerdings haben die Beschäftigten auch schon sehr früh das Gefühl, sie würden mit zunehmenden Alter weniger schnell einen neuen Job finden. Ab 30 Jahren beginnt die Kurve schon nach unten zu gehen, so die Studie. Sicherheit ist nach wie vor das wichtigste Kriterium für einen Angestellten - dafür stellt er auch die Selbstbestimmung hinten an.

Ein weiteres trauriges Ergebnis: Nur 40 Prozent der Vollzeitarbeitnehmer könnte allein eine Familie ernähren. Aber im Gegenzug ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht immer gegeben. Ein Drittel bemängelt entsprechenden Rückhalt bei seinem Arbeitgeber, hauptsächlich die Branchen Gastgewerbe, Erziehung und Unterricht, Verarbeitendes Gewerbe und Soziales sind in diesem Punkt unzufrieden.

Die Veränderungen des eigenen Berufsfelds sehen 71 Prozent der Arbeitnehmer gelassen bis positiv. Sicherheit ist der Mehrheit der Befragten wichtiger als Selbstbestimmung. Weniger als 40 Prozent der Vollzeitarbeitnehmer im typischen Familienalter können von ihrem Gehalt alleine eine Familie ernähren. Intressant ist auch, dass der Großteil der Arbeitnehmer gern weniger arbeiten würde. Im Schnitt wünschen sie sich fünf Stunden pro Woche weniger Arbeitspensum. Gut die Hälfte der Arbeitnehmer bewertet ihre Vorgesetzten durchweg positiv, etwa ein Fünftel hat Probleme damit.

Die Studie unterscheidet zwischen den "Wissensarbeitern" und den Arbeitern aus anderen Branchen. Die "Wissensarbeiter" legen deutlich mehr Wert auf flexible Arbeitszeiten, sie rechnen weit deutlicher mit Veränderungen in der Arbeitswelt, sie können sich stärker mit den Produkten und Diensleistungen ihres Unternehmens identfizieren und unterstreichen, dass ihr Arbeitgeber ein positives Image genießt. Aber: Sie wünschen sich deutlich mehr Sinnstiftendes in ihrer Arbeit.

Job-Studie: Fünf Stunden weniger arbeiten wäre ideal

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

(1) Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht