Bring your own device | | von Annette Mattgey

IT und Controlling sind Vorreiter beim BYOD

Wer in der IT oder im Controlling als Führungskraft arbeitet, hat höchstwahrscheinlich sein eigenes, privates Gerät der Firma zur Verfügung gestellt (90 Prozent). Bei Außendienst und Vertrieb sind es hingegen 78 Prozent.Die Zahlen zeigen, dass der Siegeszug privater IT-Geräte und Anwendungen in deutschen Unternehmen nicht mehr aufzuhalten ist. Vor allem Führungskräfte profitieren bereits von diesem Trend. Das geht aus dem vierten Market Paper der Studie „Consumerization Study CIO Challenges 2012 – Die Challenges auf Führungsebene“ hervor, das Techconsult im Auftrag von Microsoft verfasst hat. 80 Prozent der leitenden Angestellten nutzen bereits private Endgeräte im Arbeitsalltag und fast jeder Zweite private Software-Lösungen. Doch nicht alle Abteilungen profitieren gleichermaßen von den Vorteilen durch „Bring your own device“. Während fast 90 Prozent der Führungskräfte in IT und Controlling private Endgeräte und mehr als 50 Prozent private Anwendungen im Arbeitsumfeld nutzen, sind es im Außendienst und Vertrieb lediglich 78 Prozent bzw. 34 Prozent. Trotzdem ist der Anteil an Vertriebsleitern, die im täglichen Arbeitsleben durch „Bring your own“ profitieren, mit 89 Prozent überdurchschnittlich hoch. Und auch hinsichtlich der Motivation stehen sie mit 75 Prozent an erster Stelle, denn gerade in ihrer Position spielen die Erreichbarkeit und der orts- und zeitunabhängige Zugriff auf Daten und Dokumente eine überdurchschnittlich große Rolle.

 

Quelle:Microsoft

Jedoch profitieren nicht alle leitenden Angestellten gleichermaßen von den Vorzügen, die „Bring your own“ ihnen bietet. Während vor allem den Führungskräften in IT und Controlling die Vorteile des neuen Trends zu Gute kommen, fallen der Vertrieb und Außendienst nach hinten ab. Nur 78 Prozent der leitenden Angestellten in diesen beiden Bereichen nutzen private Endgeräte bzw. 34 Prozent private Anwendungen auch im Beruf. Im Vergleich dazu sind es im Controlling 86 Prozent bzw. 41 Prozent. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, ‚Bring your own‘ stellt einen wichtigen Baustein für Produktivität und Motivation dar und wird in der Führungsebene vieler Unternehmen bereits umgesetzt und gelebt“, sagt Verena Bunk, Analystin bei Techconsult. „Jedoch zeigt sich auch, dass nicht alle Bereiche gleichermaßen profitieren. Obwohl vor allem die Vertriebsleiter die Vorteile erkannt haben, stehen sie bei der Nutzung von ‚Bring your own‘ nicht an erster Stelle.“

Kampf um Kostenübernahme

Und auch hinsichtlich der Unterstützung seitens des Unternehmens haben es die Vertriebsleiter schwer. Im Gegensatz zu IT-Managern (53 Prozent) und kaufmännischen Leitern (28 Prozent) beteilige sich nur bei 15 Prozent der befragten Vertriebsleiter ihr Unternehmen auch monetär in Form von Übernahme der Gerätekosten bzw. der Mobilfunkkosten.

 „Unternehmensrichtlinien, die die Nutzung von ‚Bring your own‘ festlegen und regulieren, sind Grundvoraussetzung für eine funktionierende Consumerization of IT-Strategie, die nicht nur auf das Papier gehören. Sie müssen von jedem im Unternehmen auch gelebt werden“, sagt Thomas Schröder, Geschäftsführer Großkunden und Partner, Microsoft Deutschland. „Die entscheidenden Punkte sind dabei vor allem Compliance und Sicherheit. Genau hier sind wir als IT-Anbieter in der Pflicht. Unsere Aufgabe ist es, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln und anzubieten, die zum einen die Vorteile des neuen Trends aufgreifen und zum anderen die Sicherheit bietet, die Unternehmen benötigen.“

Für die „Consumerization Study CIO Challenges 2012” von Techconsult wurden insgesamt über 1.000 Mitarbeiter aus Unternehmen mit mehr als 250 PC-Arbeitsplätzen zu ihren IT-Nutzungsverhalten am Arbeitsplatz und mehr als 90 Studenten im Abschlusssemester zu ihren Anforderungen an zukünftige Arbeitgeber befragt.

IT und Controlling sind Vorreiter beim BYOD

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