Branchen-Studie | | von Anja Janotta

IT-Branche bleibt Job-Motor

Gute Aussichten für die Hightech-Branche: Über 80 Prozent der Unternehmen erwarten höhere Umsätze. Und entsprechend viele wollen neue Leute einstellen. Nur acht Prozent der IT-Unternehmen sind skeptisch und rehcnen mit rückläufighen Einnahmen. Wie die aktuelle Konjunkturumfrage des Bitkom zeigt, ist die Branche durchaus optimistisch: Der Index der Untersuchung stieg um 5 Punkte auf 72 Punkte.

Die Branche "steht verglichen mit den Geschäftserwartungen in der Gesamtwirtschaft aktuell sehr gut da", freut sich Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Bereits in der ersten Jahreshälfte konnten rund drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) ihre Umsätze steigern, nur 13 Prozent berichten von Umsatzrückgängen. Besonders gut lief es für die Anbieter von IT-Dienstleistungen, von denen 84 Prozent gestiegene Umsätze verzeichnen. Bei den Software-Unternehmen sind es 81 Prozent.

Das bedeutet auch: Die Branche stellt immer noch ein. Mehr als zwei Drittel der ITK-Unternehmen (68 Prozent) wollen in diesem Jahr neue Mitarbeiter einstellen. Nur acht Prozent rechnet mit Jobkürzungen. Damit zeigen sich die Unternehmen noch zuversichtlicher als im Vorjahr, als nur die Hälfte mit Personalexpansion plante. Für Ende des Jahres rechnet Bitkom mit mindestens 927.000 Beschäftigten in der Branche, ein Plus von 10.000 gegenüber dem Vorjahr. Kempf: "Vor allem die klassischen IT-Unternehmen sind dabei der Jobmotor. Die ITK-Branche ist der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber hinter dem Maschinenbau, aber deutlich vor anderen Branchen wie etwa der Automobilindustrie."

Und es gibt immer noch nicht genügend Fachkräfte: Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) bezeichnet den Fachkräftemangel als behindernd oder sehr behindernd für das eigene Geschäft. Mehr als jedes vierte Unternehmen (28 Prozent) sagt, dass die politsichjen Rahmenbedingungen das Geschäft behindern. Viele Unternehmen erhoffen sich jetzt deutliche Impulse von der Digitalen Agenda der Großen Koalition. Mehr als drei Viertel der Unternehmen halten die Digitale Agenda für notwendig, gerade einmal 7 Prozent können keinen entsprechenden Bedarf erkennen, zeigt die Umfrage. Schwerpunkte der Digitalen Agenda sollten nach Ansicht der Unternehmen eine Bildungsoffensive gegen den Fachkräftemangel, die Schaffung von Vertrauen und Sicherheit, eine Innovationspolitik für Start-ups, IT-Mittelstand und Global Player sowie ein beschleunigter Breitbandausbau sein.

IT-Branche bleibt Job-Motor

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