Bilder
Die Skulptur "The Wings" des amerikanischen Architekten Daniel Libeskind markiert den Eingang zur neuen Konzernzentrale der Siemens AG.
Die Skulptur "The Wings" des amerikanischen Architekten Daniel Libeskind markiert den Eingang zur neuen Konzernzentrale der Siemens AG. © Foto:www.siemens.com/presse

München | | von W&V Online

High-Tech-Bau: Die neue Konzernzentrale von Siemens

Mit einem Bekenntnis zu Europa hat Siemens-Chef Joe Kaeser die neue Zentrale des Elektrokonzerns in München eröffnet. "Europa ist längst eine Selbstverständlichkeit der modernen Zivilisation geworden, und das ist gut so", sagte Kaeser am Freitag vor zahlreichen geladenen Gästen mit Blick auf das Brexit-Votum der Briten. Gerade in einer Zeit, in der Weltoffenheit und Toleranz von Manchen in Frage gestellt werde, sei es Siemens wichtig, ein einladendes und offenes neues Haus für Mitarbeiter und Besucher aus aller Welt zu bieten. "Mit unserer neuen Konzernzentrale wollen wir ein Zeichen setzen für das Miteinander von globaler Unternehmerschaft, gesellschaftlicher Integration und nachhaltigem Handeln."

Europa werde sich durch das Votum der Briten verändern und Großbritannien auch, sagte Kaeser. Wichtig sei aber jetzt, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Entscheidung sorgfältig zu bewerten. Für Siemens selbst dürften die Auswirkungen überschaubar bleiben, erwartet der Konzernchef. "Wir haben seit jeher eine starke Wertschöpfung vor Ort."

Deutlicher als Kaeser wurde Siemens-Chefaufseher Gerhard Cromme. Das Votum sei eine "schlechte Nachricht", sagte der Manager, "das wirft uns alle zurück". Vor allem die große Verunsicherung, die dadurch geschaffen werde, könne sich "ganz schnell zu einem negativen Wachstum auswirken". Siemens werde die Entwicklung aber nicht umwerfen. "Es wird in Zukunft möglicherweise das Sahnehäubchen fehlen", doch herrsche keine "Katastrophenstimmung" bei dem Konzern.

Mit dem neuen Hauptquartier hat Siemens eine moderne Arbeitswelt für rund 1200 Mitarbeiter geschaffen. Sie umfasst unter anderem offene Bürostrukturen, Restaurants und andere gastronomische Einrichtungen sowie lichtdurchflutete Innenhöfe und ein Atrium, durch das sich Besucher und Passanten frei bewegen können. Die Baukosten belaufen sich auf einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Fertig sind auch die Arbeitsräume der neuen Siemens-Tochter Next47. Das eigenständige Unternehmen arbeitet mit Startups zusammen und stellt für Innovationen in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro zur Verfügung. 

Sein Image als Arbeitgebermarke hat Siemens laut einer Erhebung von Yougov unter den Top Ten der deutschen Dax-Unternehmen wieder verbessern können. Im Ranking landet der Konzern zusammen mit Daimler auf Platz 2, nach BMW, und schiebt sich damit im Vergleich zum Vorjahr drei Plätze nach vorn. 

High-Tech-Bau: Die neue Konzernzentrale von Siemens

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht