HR | | von Annette Mattgey

Heiß umstritten: QR-Codes im Mobile Recruiting

Einige Unternehmen setzen inzwischen auch in der Personalkommunikation QR-Codes ein - Tendenz steigend. Die Techniker Krankenkasse (TK) zählt zu den Befürwortern. Kritiker bemängeln jedoch den oft unsinnigen Einsatz und die falsche Platzierung. Die TK etwa integriert die kleinen Quadrate in alle klassischen Personalmarketing-Aktivitäten. Ob Poster, Plakat, Stellenanzeige oder Broschüre – durchgängig verlinkt die Krankenkasse so auf ihre Karriereseite oder den Facebook-Auftritt. Christoph Beck, Direktor des Instituts für Personalmanagement und Arbeitsrecht und Professor an der Hochschule Koblenz, sieht in der „Mobile-Tagging“ genannten Disziplin viel Potenzial. „Wenn sich der Gebrauch im Alltag – vornehmlich durch Produktmarketing – etabliert hat, wird sich Mobile-Tagging auch im Personalmarketing durchsetzen.“

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Zum Beispiel von Christian Hagedorn, Geschäftsführer der Agentur Westpress: „Ich sehe nur verschwindend wenige überzeugende Beispiele für den Einsatz von QR-Codes. Dafür kenne ich viele Beispiele, bei denen entweder die Codes völlig unsinnig platziert sind oder das Angebot nicht stimmt, auf das sie verlinken.“

Tatsächlich – das sagen auch andere Experten – hängt die Entwicklung davon ab, welche Anreize Unternehmen für die Nutzung setzen. „Die Angebote, auf die mithilfe von QR-Codes verlinkt wird, müssen einen echten Mehrwert bieten. Das ist im Recruiting allerdings schwieriger als im Produktmarketing“, sagt Christine Brandis, Fachreferentin Personalmarketing bei der Tech­niker Krankenkasse. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten: zum Beispiel die Verlinkung zu einem Arbeitgeber- oder Recruiting-Video, auf eine Landingpage mit weiteren Informationen zum Job oder zum Unternehmen oder zu einer Anwendung, mit der ein Jobsuchender sich gleich mobile bewerben oder mit einem Recruiter oder Talentmanager in Verbindung treten kann.

QR-Codes bieten Unternehmen gerade im Personalmarketing einige Vorteile. Arbeitgeber können eben Printwerbemittel crossmedial verlängern und mit interaktiven oder audiovisuellen Angeboten verknüpfen. Die Codes erleichtern den mobilen Aufruf von Seiten oder die Kontaktaufnahme, weil User keine URL eintippen müssen. Zudem ermöglichen sie den Unternehmen ein genaues Controlling: Die können genau erfassen, wann, wo und wie oft ein Code gescannt wird.

Optimieren muss das eine oder andere Unterneh­men allerdings die Platzierung. Der Einsatz in E-Mails oder auf Webseiten ist widersinnig, weil hier ein Link besser funktioniert und außerdem mobil abrufbar ist. Geradezu verrückt ist der Einsatz auf Plakaten an Autobahnen oder Schnellstraßen.

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