Recruiting | | von Annette Mattgey

Führungskräfte sind unzufrieden mit mobilen Stellenanzeigen

Fach- und Führungskräfte besitzen nicht nur häufig ein Smartphone oder Tablet, knapp zwei Drittel von ihnen setzen es gezielt dazu ein, um Stellenanzeigen zu lesen. Rund die Hälfte der mobilen Nutzer hat aus diesem Grund mindestens eine App eines Stellenmarkts  installiert. Der Online-Stellenmarkt Jobware hat in Zusammenarbeit mit DJM Consulting mehr als 1400 Fach- und Führungskräfte befragt, wie man den Kanal für die Ansprache und Gewinnung neuer Mitarbeiter einsetzen kann. „Wir spüren, dass immer mehr Stellenanzeigen über mobile Endgeräte gelesen werden. Hier gelten andere Bedingungen. Wer dies berück­sichtigt, gewinnt mehr Kandidaten”, betont Jobware-Geschäftsführer Wolfgang Achilles.

62 Prozent der Studienteilnehmer, die ein Smartphone oder Tablet verwenden, lesen darauf Stellenanzeigen. Gezielt nach freien Positionen wird jedoch auch auf anderem Wege gesucht: Beliebt sind auch Netzwerke wie Xing (23 Prozent) und Google (14 Prozent). Mobile Karriere-Seiten von Unternehmen oder deren Apps schätzt nur ein kleiner Kreis von zehn bzw. drei Prozent. Die ruhige Atmosphäre zuhause bevorzugen 31 Prozent, um Karrierepläne zu schmieden. Auf Reisen (Flieger, Zug) und unterwegs in Cafés, Hotels und Restaurants schauen sich 27 bzw. 28 Prozent auf mobilen Sites um, 14 Prozent haben keine Scheu, auch am Arbeitsplatz mithilfe des mobilen Zugangs Stellenanzeigen zu lesen. 

Trotz der intensiven Nutzung sind die Führungskräfte noch lange nicht zufrieden mit dem Stand der Dinge. Mehr als die Hälfte wünscht sich Verbesserungen. 58 Prozent merken an, dass sich die Anzeige an die Bildschirmgröße des Geräts anpassen sollte. 37 Prozent fordern eine Reduzierung der Inhalte auf wesentliche Kernpunkte. Über drei Viertel der Fach- und Führungskräfte können sich vorstellen, über ihr Smartphone oder Tablet weiterführende Informationen zu Arbeitgebern zu lesen – beispielsweise Beschreibungen der Unternehmenskultur, der Unternehmenshistorie oder der Geschäftsmodelle.

Von den mobilen Stellenmarkt-Lesern hat sich jeder zehnte bereits über das mobile Endgerät beworben, jeder dritte wünscht sich die Option hierzu. Wie das am besten funkionierten könnte, hat Jobware ebenfalls gefragt. Am ehesten können sich die Studienteillnehmer mit kurzen Bewerbungsbögen oder dem Reagieren auf Job-Profile (bei Xing u.a.) anfreunden (mehr als 70 Prozent). Anschreiben oder Lebenslauf wollen die wenigsten am Mobilgerät verfassen.

Apps haben für Fach- und Führungskräfte vor allem eine Funktion bei der Karriereplanung: schnell informiert zu sein. Neben dem Tempo schätzen die Befragten die Hinweise auf passende Stellen sowie die Übersichtlichkeit.

Hier suchen Entscheider auf mobilen Geräten nach Stellen:

 

Führungskräfte sind unzufrieden mit mobilen Stellenanzeigen

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