| | von Anja Janotta

Freelancer: Wie Social bei der Akquise hilft

In Deutschland arbeiten 4,9 Millionen als Freelancer - das sind fast zehn Prozent der Beschäftigten. Das berichtet der Hightech-Verband Bitkom auf Grundlage einer Studie des Marktforschuners Edelmann Berland in Zusammenarbeit mit dem Vermittler von Online-Arbeitsplätzen Elance-oDesk. Interessant: 63 Prozent der Freelancer haben sich dabei nicht aus wirtschaftlichen Zwängen für eine freie Tätigkeit entschieden. Für 52 Prozent war die zeitliche Flexibilität entscheidend, 41 Prozent geben an, dass sie als Freelancer ein höheres Einkommen erzielen. 72 Prozent der Nicht-Freelancer sagen, sie wären bereit, zusätzlich zu ihrem Hauptberuf einer Freelancer Tätigkeit nachzugehen, um mehr Geld zur Verfügung zu haben.

Die Zahl der Freelancer wird künftig weiter steigen - und das auch dank neuer Technologien. 63 Prozent der freiberuflich Tätigen gibt an, dass ihnen dadurch die Akquise von Aufträgen erleichtert würde. 58 Prozent sagen, dass die Online-Kontakte den Markt für Freelancer deutlich verändern. So sei es unter anderem einfacher geworden, direkt mit Entscheidern in Unternehmen in Kontakt zu treten, zugleich könnten Bekannte und zufriedene Auftragnehmer leichter auf die Angebote des Freelancers hinweisen. Die Generation Y übt mehr Freelancer Tätigkeiten aus als jede andere Altersgruppe. 29 Prozent der Generation Y sind Freelancer. Im Gegensatz zu den älteren Altersgruppen achtet die Generation Y besonders auf herausfordernde und aufregende Arbeit und eine hohe Vergütung. 

Der Ausblick scheint positiv. Mehr als die Hälfte sagt, dass dem Freelancing als Berufswahl mehr Respekt entgegen gebracht wird als noch vor drei Jahren. Einer von vier Freelancer nimmt an, nächstes Jahr mehr Zeit mit Freelancing- Tätigkeiten zu verbringen. Außerdem erwartet fast ein Drittel, dass deren Freelancer Einkommen im nächsten Jahr noch weiter steigt.

Die Studienautoren haben verschiedene Segmente von Freelancern ausgemacht: Die traditionellen Freelancer, die "unabhängigen Erwerbstätigen" stellten 33 Prozent. Sie arbeiten zeitlich begrenzt auf Projekt-Basis. Längerfristige Projektmitarbeiter, also Personen mit einem einzigen Auftraggeber, Job oder Projektvertrag stellen 17 Prozent der Freelancer. 28 Prozent steuern die "Moonlighters" bei, Fachkräfte mit einem primären, traditionellen Beschäftigungsverhältnis, die nebenberuflich Freelancer Tätigkeiten ausüben. Diversifizierter Arbeiter machen 16 Prozent aus, sie haben mehrere Einkommensquellen, bestehend aus einer Mischung von traditionellen Arbeitgebern und Freelancer-Tätigkeiten. Die kleineste Gruppe sind mit sechs Prozent die Kleinunternehmer. Diese Freelancer haben zwischen einem und fünf Mitarbeitern und betrachten sich selbst sowohl als Freelancer als auch Unternehmer. 

"Gerade für innovative Unternehmen gewinnen Flexibilität und Know-How der Mitarbeiter immer stärker an Bedeutung. Freelancer sind mit ihrem häufig hoch spezialisierten Fachwissen eine wichtige Ergänzung zur Stammbelegschaft", kommentiert Bitkom-Präsident Dieter Kempf. "Je spezialisierter das Wissen der Freelancer, desto stärker ist ihre eigene Verhandlungsposition." Für die ITK-Branche schätzt Bitkom die Zahl der aktiven Freelancer in Deutschland auf rund 100.000. Diese Zahl habe sich in den zurück liegenden Jahren trotz der Zahl von rund 40.000 offenen Stellen für ITK-Spezialisten kontinuierlich erhöht.

Das Marktforschungsunternehmen Edelmann Berland hat im Auftrag des Online-Arbeitsplatzes Elance-oDesk online 1045 Bundesbürger befragt, darunter 231 Freelancer.

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