E-Learning | | von Annette Mattgey

EU will beim Online-Studium aufholen

Was in den USA schon gang und gäbe ist, soll hierzulande gefördert werden: das Lernen via Internet und Online-Kommunikation. Um in das schnell wachsende Angebot die notwendige Transparenz zu bringen, startet am Donnerstag das Portal: http://www.DistanceLearningPortal.eu. Gefördert durch Mittel der Europäischen Union und entwickelt von Studyportals und EADTU unterstützt diese zentrale Informationsquelle Interessenten weltweit nachhaltig bei der Studienorientierung - und ermöglicht ein Studium im Ausland vom heimischen Wohnzimmer aus. Am 27. September 2012 eröffnet EU-Kommissarin Androulla Vassiliou das Portal offiziell im Rahmen der EADTU Konferenz 2012 in Zypern.  

In den letzten zehn Jahren haben die USA erheblich in Online-Bildung investiert. Laut Prognosen wird hier erstmals 2015 die Nachfrage nach Online-Studien das Interesse an traditioneller Hochschulbildung übersteigen. Bereits heute bieten renommierte Institute wie Stanford und MIT "massive online courses" an - kostenfreie Online-Kurse, die von bis zu 100.000 Studierenden zeitgleich besucht werden. Europa strebt nun in die gleiche Richtung. Im Rahmen des zukünftigen "Erasmus For All"-Programmes stellt die Europäische Kommission weitere finanzielle Mittel zur Verfügung, um europäische Online-Studien gezielt zu stärken.

In Europe herrscht beim Thema Online-Studium verbreitet Unsicherheit, da sich darunter auch kommerzielle Angebote mit zweifelhaftem Ruf finden. Doch das Online-Studium ermöglicht durch erhöhte Flexibilität und geringere Kosten einen breiteren Zugang zur Hochschulbildung. "Das Online-Studium ist eine wichtige Antwort auf viele bildungspolitische Herausforderungen unserer Zeit und wird unsere Bildungslandschaft nachhaltig verändern," sagt Piet Henderikx, Generalsekretär der European Association of Distance Teaching Universities (EADTU). Bereits heute bieten rund 500 europäische Institute einzelne Kurse oder ganze Studiengänge online an - mit wachsendem Erfolg: Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der eingeschriebenen Studierenden um 15 bis 20 Prozent, das Angebot wuchs laut Angaben europäischer Universitäten mit 40 Prozent noch stärker. Online-Bildung wird damit zunehmend zu einer
ernsthaften Alternative zum Studium auf dem Campus.

An http://www.DistanceLearningPortal.eu beteiligen sich bereits 180 Institute, darunter 31 aus Deutschland. Von der FU Berlin bis zur Georg-August-Universität Göttingen listet das Portal bereits mehr als 1.200 Bachelor-, Master, PhD Studiengänge und Online Kurse.

(dpa)

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