Recruiting | | von Annette Mattgey

Erst mal schauen: Personaler legen großen Wert auf Bilder

Für den ersten Eindruck in sozialen Netzwerken ist das Profilbild entscheidend. Individualität und Kreativität sind weitere Kriterien, die Personalentscheidern wichtig sind. Dies ist das Fazit einer Online-Umfrage, an der 460 Personalmanager aus dem deutschsprachigen Raum auf Xing.com teilgenommen haben. Dabei bildet das Profilbild das wichtigste Kriterium für Recruiter, um sich einen ersten Eindruck von Bewerbern zu machen. Hier lohnt es, sich besondere Mühe zu geben. Die Experten raten, auf Urlaubs- oder Freizeitbilder zu verzichten und sich nicht mit Piercings sowie sichtbaren Tattoos zu präsentieren. Stattdessen sind auch in Zeiten insgesamt gesunkener Anforderungen an klassische Dresscodes im Berufsleben aktuelle, seriöse Aufnahmen gefragt, die Professionalität vermitteln. Vermieden werden sollten vermeintlich lustige Profilbilder, wie 45 Prozent der Befragten raten.

Gero Hesse, Experte für Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung der Medienfabrik Gütersloh: „Wir erleben wie der Fokus auf stromlinienförmige Lebensläufe in den modernen Arbeitswelten mehr und mehr schwindet. Im Bewerbungsprozess werden Individualität und Kreativität der Kandidaten zu entscheidenden Bewertungskriterien. Diese sollten unbedingt auch in der Selbstbeschreibung auf sozialen Netzwerken zum Ausdruck kommen.“ Diese Expertenmeinung schlägt sich auch in den Ergebnissen der aktuellen Xing-Studie nieder: 80 Prozent der befragten Recruiter wünschen sich eine Darstellung von Referenzprojekten potentieller Kandidaten auf Xing. Zudem bestätigen Personalentscheider, dass bei der Personalsuche ein feiner Unterschied im Xing-Profil eines Bewerbers ausschlaggebend sein kann. Demnach wirkt es sich positiv aus, wenn Xing-Nutzer „gewitzte“ Formulierungen im persönlichen Bereich unter „Ich biete“ und „Ich suche“ verwenden (62 Prozent).

40 Prozent der befragten Recruiter ordnen zudem die Nennung und Betonung ausgefallener Berufsstationen als positiven Hingucker ein. Wer mit keiner solchen Stationen dienen kann, hat die Möglichkeit, auf anderem Weg auf sich aufmerksam zu machen, denn 21 Prozent der Befragten halten die Mitgliedschaft in einer ausgefallenen Gruppe für positiv. Unangenehm fallen dagegen Frauen auf, die sich stark schminken. Für 61 Prozent der Befragten ist das abschreckend.

 

Erst mal schauen: Personaler legen großen Wert auf Bilder

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