Studie | | von Irmela Schwab

Emails: Gefürchtet und geliebt

Kollaborationstools hin oder her: Wenn sich Angestellte entscheiden dürfen, greifen sie am liebsten auf die gute alte Email zurück. Wie eine Studie des Pew Research Center herausgefunden hat, geben 61 Prozent aller Befragten, die beruflich das Internet nutzen, die Email als “sehr wichtig” für die Erledigung ihrer Arbeit an. 

Das Voting pro elektronische Post hat sogar das Internet als solches in den Schatten gestellt, das nur von 54 Prozent als ebenso wichtig gehalten wird. Telefon und Handy folgen mit 35 Prozent und 24 Prozent. Auch Social Media richtet am Arbeitsplatz offenbar nicht viel aus: Gerade mal vier Prozent empfinden Twitter und Facebook als nützlich.

Demgegenüber stehen File Sharing- und Kollaborationstools wie Slack, das auf über eine Milliarde Dollar geschätzt wird, oder Dropbox, das mit zehn Milliarden Dollar bewertet wird. Auch Google und Microsoft stellen Offline-Tools zur Verfügung, um auf Dokumente zurückzugreifen und diese zu bearbeiten, auch ohne mit dem Internet verbunden zu sein. 

Aber offenbar ist es für Arbeitnehmer einfach am bequemsten ihre Dokumente in Emails zu belassen, die in vielen Unternehmen auf unbegrenzte Zeit gespeichert werden können. Das kann gefährlich werden: Erst neulich, als Hacker den Filmstart von Sony Picture Entertainements “The Interview” verhindert haben, kamen die Nachteile der Email wieder mal aufs Tableau. "Are You Sure You Want to Use Email?" fragte etwa das Wall Street Journal in einem Bericht darüber, wie Firmen anlässlich der Sony-Attacke ihre Email-Richtlinien überdenken.

Und es gibt - wie die Studie feststellt - weitere Nachteile. So geben 35 Prozent der angestellten Online-Nutzer an, dass Email, Internet und Mobiletelefone ihre Arbeitszeit verlängern. Das trifft besonders für Arbeitnehmer in Bürojobs zu: 47 Prozent geben an müssen länger auf dem Bürostuhl sitzen bleiben. Knapp die Hälfte der Befragten geben allerdings an, dass diese Online-Tools sie produktiver machen; 39 Prozent sagen, dass sie ihre Arbeitszeit darüber flexibler gestalten können. 

Emails: Gefürchtet und geliebt

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