Jobsuche | | von Annette Mattgey

Ein Drittel der Stellenanzeigen hat Mängel

Nachdem sich der Arbeitsmarkt in einigen Branchen zum Bewerbermarkt entwickelt, sollten Unternehmen all ihr Wissen in die Akquise stecken. Doch da hapert es bei vielen noch. Das Jobportal Kalaydo.de fragte seine Nutzer „Was nervt Sie bei der Jobsuche?“. Sowohl bei den Stellenanzeigen, beim Vorstellungsgespräch als auch der Kommunikation sahen die Befragten zahlreiche Unzulänglichkeiten.

So würde fast ein Drittel der Bewerber die Inhalte von Jobangeboten, die zu 70 Prozent online gesucht werden, nur mit der Schulnote „4“ oder schlechter bewerten. Lediglich 22 Prozent votierten mit „gut“ oder „sehr gut“. Kein Wunder, dass das dargestellte Anforderungsprofil der Jobanzeigen lediglich für 16 Prozent uneingeschränkt nachvollziehbar ist. Dabei erwarten Bewerber von einer Stellenanzeige nichts Spektakuläres: 79 Prozent wünschen einen direkten Ansprechpartner, 54 Prozent möchten etwas über Unternehmensleitlinien und -werte erfahren und 43 Prozent interessieren sich für die Beschreibung von Zusatzleistungen.

 

Aber auch der Kontakt zum Stellensuchenden verläuft selten wunschgemäß: 55 Prozent der Befragten vermissen das Feedback des Unternehmens. Besonders schlecht schneiden die Personaler bei einer Absage ab: Lediglich 13 Prozent zeigten sich zufrieden, mehr als ein Drittel erhielt überhaupt keine Rückmeldung.

Beim Vorstellungsgespräch fallen die Personalverantwortlichen vor allem durch diese Verhaltensweisen negativ auf: 59 Prozent der Befragten haben sich schon mal über unvorbereitete Gesprächspartner geärgert, 54 Prozent über den Zeitdruck, 48 Prozent bemängeln anzügliche Witze oder Randbemerkungen und 43 Prozent stören Fragen zum Privatleben. Sprechen die Bewerber ihren Unmut im Interview an, zeigen sich 44 Prozent der Personaler unbeeindruckt.

Matthias Olten, Leiter der Jobbörse von Kalaydo.de: „Die Suche nach qualifiziertem Personal wird anspruchsvoller. Schon eine oberflächlich konzipierte Stellenanzeige verfehlt leicht die Zielgruppe. Wir wollten mit der Umfrage in Erfahrung bringen, wie Stellensuchende das Prozedere einschätzen. Die Ergebnisse zeigen deutlich die Optimierungspotenziale für Unternehmen und tragen hoffentlich dazu bei, dass Arbeitgeber und Jobsuchende in Zukunft leichter zusammenkommen.“

Ein Drittel der Stellenanzeigen hat Mängel

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