Studie | | von Linda Hofmann

Duft statt Büromief: Wie Chefs die Kreativität fördern wollen

Noch riecht es in deutschen Büros und Konferenzräumen noch überwiegend nach einer Mischung aus veratmeter Luft und Elektrogerätemief. Viele deutsche Chefs wünschen sich aber, dass sich das bald ändert. Das besagt eine Studie des Marktanalysten Techconsult im Auftrag von CWS-boco, Dienstleister für Hygiene in Unternehmen. Demnach erwägen knapp 80 Prozent der befragten Entscheider bald Düfte für Büros einzusetzen, fast genau so viele für Meetingräume. Vor allem die Chefs mittelständischer Firmen mit 200 bis 499 Mitarbeitern zeigen eine hohe Investitionsbereitschaft für den Einsatz olfaktorischer Reize. Besonderes Interesse an den Duftstoffen in ihren Räumen zeigt die Telekommunikationsbranche (92,6 Prozent) sowie die Energie- und Wasserversorgung (86 Prozent).

Die Entscheider erwarten sich durch duftende Büros eine Steigerung der Kreativität ihrer Mitarbeiter. Mehr als zwei Drittel (61,6 Prozent) glauben daran. Noch wichtiger erscheint aber nach wie vor Farbe und Licht für die Leistung: fast 87 Prozent können sich vorstellen, dass diese Faktoren die Kreativität unterstützen. Deshalb ist der  Einsatz olfaktorischer und akustischer Mittel in Büroräumen heute noch die Ausnahme. Es dominieren die visuellen Reize: Licht (21,7 Prozent), Farben (20,9 Prozent) und Pflanzen (20,9 Prozent).

Außerdem geben mehr als zwei Drittel der Befragten zu, dass sie sich wenig Gedanken über die Auswirkung der Gestaltung der Räumlichkeiten auf die Arbeitsleistung machen. Die obersten Chefs (Mitglieder der Geschäftsführung) legen dabei aber noch etwas stärkeren Wert auf Räumlichkeiten, in denen sich die Mitarbeiter wohl fühlen als das Personalmanagement (60 Prozent vs. 57,9 Prozent).

Für die Studie wurden 401 Entscheider aus neun europäischen Ländern aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen befragt.

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