In Dresden verdienen Marktetingleute unterdurchschnittlich.
In Dresden verdienen Marktetingleute unterdurchschnittlich. © Foto:Dresden.de, Christoph Münch

Gehaltsstudie | | von Anja Janotta

Doktortitel hilft: Die Marketinggehälter steigen stetig

Die Marketingbranche kann sich freuen: Die Gehälter von Marketing- und Vertriebs-Mitarbeitern in Deutschland steigen weiter. Innerhalb eines Jahres haben die Unternehmen um durchschnittlich 2,6 Prozent mehr bezahlt, ergab eine aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum. Führungskräfte in dem Bereich verdienen sogar um 2,9 Prozent mehr.  Bei den Spezialisten und Sachbearbeitern gab es ein Gehaltsplus von durchschnittlich 2,4, beziehungsweise 2,6 Prozent.

Demnach verdient eine Führungskraft in Marketing und Vertrieb durchschnittlich 113.000 Euro jährlich, ein Spezialist im selben Bereich erhält im Schnitt 73.000 Euro im Jahr und ein Sachbearbeiter verdient durchschnittlich 49.000 Euro jährlich.

Je höher die Berufserfahrung, desto höher ist analog das Gehalt. Eine Führungskraft mit drei bis sechs Jahren Berufserfahrung erhält durchschnittlich 82.000 Euro jährlich. Mitarbeiter auf gleicher Hierarchieebene, die mehr als 20 Jahre in diesem Beruf arbeiten, verdienen allerdings im Schnitt weitaus mehr, nämlich 142.000 Euro jährlich. Auch bei Spezialisten wird dieser Zusammenhang deutlich: Hier steigt der Verdienst mit der Berufserfahrung von 45.000 Euro bei bis zu drei Jahren auf durchschnittlich 92.000 Euro bei mehr als 20 Jahren beruflicher Erfahrung.
 
Auch ein Doktortitel ist ein deutliche Gehalts-Booster: Im Schnitt verdient eine promovierte Führungskraft 137.000 Euro im Jahr. Eine Führungskraft mit einem Bachelor-Abschluss verdient durchschnittlich nur etwa 109.000 Euro. Das Gehalt von Führungskräften mit Fachhochschulabschluss liegt bei 113.000 Euro und mit einer Berufsausbildung erhalten sie durchschnittlich 101.000 Euro im Jahr.

"Zusatzqualifikationen wie Promotionen, Praktika und Auslandserfahrungen erhöhen die Chance aufzusteigen und eine besser dotierte Position zu besetzen. Jedoch ist das Gehalt nicht nur von Zusatzqualifikationen, sondern auch immer stark von der Unternehmensgröße abhängig", sagt Kienbaum-Vergütungsexpertin Julia Leitl.
 
Auch regional gibt es große Unterschiede bei der Vergütung in Marketing und Vertrieb: In Frankfurt am Main und Düsseldorf verdienen Spezialisten am meisten. Im Schnitt erhalten sie dort 14 Prozent beziehungsweise zwölf Prozent mehr Gehalt als der Bundesdurchschnitt. Die geringsten Gehälter in Marketing und Vertrieb zahlen Unternehmen in Dresden/Leipzig/Halle und Berlin: Spezialisten erhalten hier 20 beziehungsweise sieben Prozent weniger Gehalt als der Bundesdurchschnitt.
 
In Marketing und Vertrieb steigt das Gehalt analog zur Personalverantwortung: Je größer das Unternehmen und je höher die Zahl der unterstellten Mitarbeiter ist, desto höher ist die Vergütung. Eine Führungskraft, der mehr als 250 Mitarbeiter unterstellt sind, verdient beispielsweise durchschnittlich 154.000 Euro. Bei einer Personalverantwortung von bis zu zehn Mitarbeitern erhält eine Führungskraft dann nur noch im Durchschnitt 100.000 Euro pro Jahr.

Variable Vergütung ist vor allem bei den Vertriebsleuten ein Thema. 93 Prozent der Vertriebsleiter und 94 Prozent der Außendienstleiter erhalten variable Gehaltsanteile, die durchschnittlich 24 beziehungsweise 18 Prozent ihrer Gesamtvergütung ausmachen. 92 Prozent der Außendienstmitarbeiter sind ebenfalls erfolgsabhängig: Sie erhalten durchschnittlich 18 Prozent ihrer Gesamtvergütung als leistungsabhängige Vergütung.

Für die Vergütungsstudie "Führungskräfte und Spezialisten in Marketing und Vertrieb 2016" hat Kienbaum die Daten von knapp 3.500 Führungspositionen, mehr als 6.000 Spezialisten und knapp 3.000 Sachbearbeitern in rund 700 Unternehmen untersucht.

Doktortitel hilft: Die Marketinggehälter steigen stetig

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