Google ist nach wie vor der Traumarbeitgeber vieler Uni-Absolventen.
Google ist nach wie vor der Traumarbeitgeber vieler Uni-Absolventen. © Foto:Google

Nachwuchsprobleme | | von Anja Janotta

Digi-Firmen sind bei Studenten sehr begehrt

Die Internet- und IT-Branche hat ihren Konkurrenzbranchen einiges voraus: Sie ist als zukünftiger Arbeitgeber für Studenten nicht nur extrem beliebt, ihre wichtigsten Unternehmen sind sehr bekannt und ziehen überdurchschnittlich viele Bewerber an. Das zeigt eine Umfrage des Personalvermittlers Studitemps. 56 Prozent der Studenten sagen aus, sie wollten im IT- oder Internetbereich arbeiten. Da ist nur eine Branche besser: Der Automobilbereich, der für 62 Prozent attraktiv ist. In den Medienbereich drängen hingegen nur 44 Prozent - ein Mittelfeldplatz. Ziemlich unattraktiv sind die Telekommunikation und der Einzelhandel, die gerade mal von jeder vierten Nachwuchskraft angestrebt werden.

Studitemps

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Die drei bekanntesten Unternehmen der Internet- und IT-Branche, Google, Amazon sowie Apple, erreichen bei der Frage nach der Bekanntheit 99 Prozent – es kennt sie also fast jeder Studierende an deutschen Hochschulen. Auch Microsoft und Paypal stehen mit 98 Prozent Bekanntheit sehr gut da. Intel erreicht mit 87 Prozent Rang 6, während SAP (58 Prozent) das Ranking mit dem siebten Platz beschließt. Laut der Studie ist Microsoft Google um einen kleinen Vorsprung voraus: 69 Prozent der Befragten wollen dort arbeiten, nur 67 Prozent bei Google. Immerhin 65 Prozent würden sich für SAP entscheiden, hingegen nur 42 Prozent für Paypal. Intel erzielt 56 Prozent positive Resonanz und lässt damit Amazon und Apple mit je 47 Prozent Zustimmung neun Prozentpunkte hinter sich.

Das Image hinsichtlich wichtiger Rahmenbedingungen könnte kaum besser sein als für die Internet- und IT-Unternehmen. Gleich in drei Imagekategorien verzeichnet diese Branche Höchstwerte: "Chancengleichheit / Diversity" (80 Prozent), "Social-Media-Präsenz" (89 Prozent) sowie "Work-Life-Modelle" (80 Prozent). 96 Prozent beim "Internationalen Profil" bedeuten den zweithöchsten Wert im Branchenvergleich. Lediglich in Bezug auf die "Familienfreundlichkeit" (72 Prozent) erreicht die Sparte vergleichsweise mittelmäßige Werte. Aber auch in punkto "Aufstiegsmöglichkeiten", "Aus- und Weiterbildung", beim "Führungsstil" und in der "Work-Life-Balance" ist die Branche anderen weit überlegen.

Seit 2012 führen Studitemps und das Department of Labour Economics der Maastricht University jeden März und September Erhebungen zur Studie "Fachkraft 2020" durch. Befragt werden pro Jahr mehr als 40.000 Studierende.

Digi-Firmen sind bei Studenten sehr begehrt

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