Glückliche Eidgenossen: Bestnoten für den Schweizer Arbeitsmarkt.
Glückliche Eidgenossen: Bestnoten für den Schweizer Arbeitsmarkt. © Foto:Presse

Glassdoor-Studie | | von Annette Mattgey

Die Top Ten in Europa: Hier arbeitet es sich am besten

Griechenland, Spanien und Portugal holen stark auf, was ihre Attraktivität als Arbeitsplatz angeht. An der Spitze stehen die Schweiz, Dänemark und Norwegen. Auch der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich im europäischen Vergleich in einer guten Verfassung und verbessert sich weiter. Das zeigt der von Glassdoor Economic Research entwickelte internationale Arbeitsmarktindex.

Die Arbeitsmarktbedingungen – darunter fallen unter anderem die Beschäftigungsquote und die Durchschnittsgehälter – entwickeln sich in der EU insgesamt positiv, wobei innerhalb der verschiedenen Länder nennenswerte Unterschiede bestehen. Die Untersuchung gibt Arbeitgebern und Jobsuchenden Aufschluss darüber, wie sich die Beschäftigungslage in den einzelnen Ländern in Europa gestaltet und verändert. Der Arbeitsmarktindex wurde in Kooperation mit Llewellyn Consulting entwickelt und beschreibt 18 europäische sowie den US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Er zeigt, mit welchem Tempo sich das Wachstum der nationalen Arbeitsmärkte seit der Finanzkrise 2007 im Vergleich zum historischen Durchschnitt entwickelt. Zusätzlich werden auch die aktuellsten Wachstumsveränderungen innerhalb der letzten sechs Monate analysiert. Der Arbeitsmarktindex setzt sich aus insgesamt 10 Indikatoren zusammen, darunter zum Beispiel die Arbeitslosenquote, die Quote unbesetzter Stellen und die Gehaltslevels.

"Arbeitgeber brauchen Hintergrundinformationen zur Konjunktur, bevor sie sich entscheiden zu investieren und neue Mitarbeiter einzustellen. Das Gleiche gilt für Jobsuchende, bevor sie sich entscheiden, wo sie arbeiten und leben wollen. Der internationale Arbeitsmarktindex von Glassdoor offenbart, dass sich Arbeitsmärkte in Griechenland, Portugal und Spanien seit der globalen Finanzkrise und gemessen am eigenen historischen Durchschnitt am besten entwickeln. Allerdings haben diese südeuropäischen Länder noch einen langen Weg vor sich, um überhaupt erst einmal wieder das eigene Ausgangsniveau von der Zeit vor der Rezession zu erreichen. In Deutschland ist die aktuelle Entwicklung des Arbeitsmarkts insgesamt positiv – von einem im Europa-Vergleich hohen Niveau ausgehend, entwickelt er sich nicht nur gut, sondern auch mit steigendem Tempo", sagt Andrew Chamberlain, Chief Economist bei Glassdoor.

Deutscher Arbeitsmarkt zeigt solides Wachstum

Der Index zeigt, dass sich das Arbeitsmarktwachstum in Deutschland im Zeitraum der letzten neun Jahre – und damit seit Beginn der Finanzkrise – schneller als in der Zeit zuvor entwickelt. Anders sieht es in einigen anderen europäischen Ländern mit starken Volkswirtschaften und Arbeitsmärkten aus: In Norwegen oder der Schweiz liegt die Wachstumsrate beispielsweise signifikant unter dem historischen Durchschnitt. Am meisten an Fahrt gewinnen die Arbeitsmärkte in den südeuropäischen Ländern Griechenland, Portugal und Spanien. Das ist damit zu erklären, dass die Volkswirtschaften in diesen Staaten im Vergleich zu anderen Staaten Europas insgesamt schwächer sind.

Die folgende Abbildung zeigt einen Ländervergleich und bildet ab, welche Arbeitsmärkte sich gemessen an der historischen Durchschnittsentwicklung verbessern bzw. verschlechtern. Ein Index-Wert über Null bedeutet, dass sich die Arbeitsmarktbedingungen schneller entwickeln, als dies durchschnittlich in der Vergangenheit der Fall war. Entsprechend bedeutet ein negativer Index-Wert, dass sich die Arbeitsmarktbedingungen nicht so gut entwickeln, wie man es basierend auf den historischen Erfahrungen erwarten könnte. Je höher der Index-Wert ist, umso höher ist das Ausmaß der Verbesserung der Arbeitsmarktbedingungen im Vergleich zur historischen Entwicklung.

28102016_Glassdoor_Abb.1_Arbeitsmarktindex-1

Das sind die Stärken und Schwächen am Arbeitsmarkt

Aktuell ist das Niveau des Arbeitsmarkts in der Schweiz, Dänemark und Norwegen am höchsten. Es besteht ein klares Nord-Süd-Gefälle mit Griechenland, Spanien und Italien am unteren Ende der Skala. Wenn die Verbesserungen, die der Arbeitsmarktindex von Glassdoor offenlegt, weiter anhalten, ist davon auszugehen, dass die südeuropäischen Arbeitsmärkte weiter aufholen. Aktuell ist es in diesen Ländern für Jobsuchende jedoch trotz der positiven Tendenzen weiterhin schwierig eine Beschäftigung zu finden und ein gutes Gehalt zu erzielen.

Das sind die Top Ten aus der Glasdoor-Studie:

28102016_Topten_Glassdoor_Abb.3_Ländervergleich mit Indikatoren

Für jeden Indikator wurden die besten (schlechtesten) drei Werte dunkelgrün (dunkelrot) hervorgehoben; hellgrün: überdurchschnittlich; hellrot: unterdurchschnittlich.

Die Top Ten in Europa: Hier arbeitet es sich am besten

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