Mobile Employer-Branding-Kampagnen |

"Die Aufmerksamkeit ist 'on the go' noch geringer als vor dem Desktop"

Mobile scheint heute immer noch nicht in der Employer-Branding-Strategie aller Unternehmen angekommen zu sein. Dabei ist es zunehmend wichtig, die mobile Präsenz bei solchen Kampagnen nicht zu vernachlässigen. Dagmar Tauer, Senior Consultant bei Virtual Identity erklärt warum und gibt Tipps, welche Inhalte potenzielle Bewerber mobil ansprechen.

Welche Rolle spielt Mobile beim Employer Branding?

Noch eine viel zu geringe. Viele, auch große Unternehmen glänzen aktuell nicht einmal mit einer für Mobilgeräte optimierten Webseite. Auch bei strategisch angelegten und sehr umfangreichen Employer-Branding-Kampagnen kommt es immer noch vor, dass die mobile Präsenz nicht mitbedacht
wird. Dies kann für einen Smartphone-affinen High Potential recht frustrierend sein.

Welche Inhalte und Funktionen sollte ein Unternehmen den potenziellen Bewerbern unter dem Aspekt Employer Branding mobil zur Verfügung stellen?

Für die eigentlichen Inhalte gilt das Gleiche wie für den klassischen Online-Auftritt: glaubwürdige Botschaften, authentische Einblicke in die Firmenkultur und die Vorteile einer Beschäftigung im Unternehmen verdeutlichen. Unterscheiden sollte sich die Art und Weise, wie diese Inhalte angeboten werden. Die Aufmerksamkeitsspanne ist "on the go" noch geringer als vor dem Desktop. Deshalb ist es essenziell, dass lange Ladezeiten vermieden werden und
Inhalte schnell, einfach und unabhängig vom Betriebssystem konsumierbar sind.

Mit welchen Maßnahmen kann gezielt Employer Branding über mobile Kanäle betrieben werden?

Die eigentlichen Maßnahmen hängen stark von Image, Markt und Zielgruppe ab. Eine konkrete Maßnahme lässt sich selten pauschalisieren. Wie bei allen Kommunikationsmaßnahmen gilt: Sei dort präsent, wo sich deine Zielgruppe aufhält. Oftmals geht es darum, eine Nische zu besetzen, die bei der
definierten Zielgruppe besonders gefragt ist, wie beispielsweise eine App rund um die weltweit besten Flughafen-Lounges für vielfliegende Führungskräfte. Darüber ließe sich gar eine Community für das Unternehmen aufbauen, über die dann wiederum der Top-Manager von morgen rekrutiert
werden könnte.

(bm)

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Das gesamte Interview von LEAD digital-Autor Benjamin Müller lesen Sie im aktuellen Heft (12/2013).

Über die Potenziale im Mobilen, die Nutzungsszenarien und Monitoring-Methoden im Mobile-Marketing diskutieren zudem die Panel-Teilnehmer beim LEAD digital Experts Talk „Mobile Creativity“ am kommenden Donnerstag, 20.06.2013 in München. Noch nicht angemeldet? Dann wird’s aber Zeit – hier entlang.

"Die Aufmerksamkeit ist 'on the go' noch geringer als vor dem Desktop"

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