Code of Conduct | | von Annette Mattgey

Die 10 Regeln fürs Crowdworking

Mit einem Verhaltenskodex gehen die Crowdsourcing-Anbieter Clickworker, Streetspotr und Testbirds in die Offensive. Er soll die Zusammenarbeit zwischen Dienstleistern, Kunden und Crowdworkern regeln. Ziel ist es, ergänzend zur Gesetzgebung allgemein gültige Leitlinien zu entwickeln, um Crowdworking  für alle Seiten transparent und gewinnbringend zu gestalten. Der Code of Conduct steht allen interessierten Unternehmen zur Unterzeichnung offen und soll kontinuierlich erweitert werden. Nachzulesen sind die Grundsätze unter www.crowdsourcing-code.de.

"Die Unterzeichner verpflichten sich dazu, die niedergeschriebenen Grundsätze zu achten und diese innerhalb ihres Unternehmens und im Umgang mit Dritten zu fördern," so heißt es in der Präambel. Der Code of Conduct beinhaltet dabei u.a. Grundsätze zu Datenschutz, zur Aufgabendefinition sowie zur Kommunikation. Bei der Gestaltung der Arbeit sollen auch die intrinsischen Motivationsfaktoren berücksichtigt werden. Dementsprechend sei auf "motivierende und erfüllende" Aufgaben zu achten. Wichtigen Raum nimmt auch das Thema Freiwilligkeit ein. Die Ablehnung einer Arbeit darf keine negativen Konsequenzen nach sich ziehen. Außerdem sollte den Beteiligten ausreichend Raum gelassen werden, an anderen - evtl. lukrativeren - Projekten mitzumachen bzw. ihrem Hauptjob nachzugehen. Hier sind die 10 Regeln komplett zum Nachlesen bzw. zum Download.

Crowdsourcing – also das Auslagern von Projekten und Aufgaben an die weltweite Internetgemeinde – ist längst kein Randphänomen mehr, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeit zeit- und orts-unabhängig Geld zu verdienen, während auf der anderen Seite Unternehmen Zugang zu einer Vielzahl an potentiellen Arbeitskräften und Experten erhalten.

"Crowdworking entspricht dem Wunsch vieler Erwerbstätiger nach mehr Freiheit und Flexibilität", erklärt Philipp Benkler, Geschäftsführer der Testbirds , auf deren Initiative hin der Code of Conduct entstanden ist. "Bezüglich der konkreten Ausgestaltung von Crowdworking gibt es jedoch noch viele Unklarheiten", so Benkler. Mit dem selbstauferlegten Regelwerk wollen die Crowdsourcing-Anbieter diese Lücke schließen und ihren Teil leisten, um Crowdworking als eine für alle Seiten gewinnbringende Verdienstmöglichkeit und motivierende Beschäftigungsform zu etablieren.

"Eine solide und nachhaltige Grundlage zur Zusammenarbeit mit den Anbietern von fluiden, crowdbasierten Arbeitsmodellen ist ein gemeinsamer Code of Conduct. Mit dem jetzt vorgestellten Verhaltenskodex werden wesentliche Eckpfeiler und gefestigte Werte definiert und bestätigt“, unterstreicht Michael Gebert, Vorstand des Crowdsourcing Verbands, der an der Ausarbeitung des Coe of Conduct beteiligt war. "Crowdworking wird zukünftig nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken sein. Daher halte ich es für notwendig, über Rahmenbedingungen und Regeln zu sprechen und die Diskussion zu fördern", ergänzt Dorothea Utzt von der Streetspotr. Dem pflichtet auch Christian Rozsenich, Geschäftsführer der Clickworker bei: „Der Code of Conduct ist ein wichtiger Schritt, um die Crowdsourcing-Branche weiter zu professionalisieren und gemeinsam ein klares Zeichen zu setzen. Alle interessierten Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich der Initiative anzuschließen.“

Die 10 Regeln fürs Crowdworking

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