Jobwechsel | | von Annette Mattgey

Deutsche wollen es harmonisch bei der Arbeit

Begeisterung geht vor Bezahlung - in einer Umfrage des Karriereportals Monster bekannte mehr als die Hälfte (55 Prozent), dass sie ihren Job wechseln würden, wenn sie die Möglichkeit hätte in einer Branche zu arbeiten, für die sie sich begeistern. Neben Gehalt, sonstigen Leistungen und Job-Standort beeinflussen also auch andere Motive maßgeblich den Jobentscheidungsprozess. Dazu zählen etwa eine gute Arbeitsatmosphäre (19 Prozent) und die Möglichkeit mit Menschen zusammenzuarbeiten, die man selbst professionell bewundert (12 Prozent). 

Auch das Thema Marketing spielt eine Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers: Die Möglichkeit für eine coole Marke zu arbeiten, ist für elf Prozent ein Anreiz. Eine moderne Bürogestaltung gibt nur für zwei Prozent den Ausschlag.

Für die Deutschen muss die Atmosphäre stimmen

Der Jobwechsel in einen Bereich, für den man selbst großes Interesse hegt, ist durchwegs der größte Motivator in allen Ländern. Kanadische Befragte (67 Prozent), Briten (63 Prozent), Niederländer (58 Prozent) und Mexikaner (54 Prozent) fühlen sich am häufigsten aus diesem Grund zu einem neuen Job hingezogen, wohingegen die Deutschen mit nur 39 Prozent die einzige Ausnahme zu dieser Regel bilden.

Hier betrachten fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) eine gute Büroatmosphäre als attraktivsten Punkt für einen Jobwechsel, dagegen nur einer von zehn (zehn Prozent) der britischen und kanadischen Befragten. In den Niederlanden würde immerhin fast jeder fünfte Befragte (19 Prozent) für die Möglichkeit, für eine coole oder aufstrebende Marke zu arbeiten den Job wechseln. Das sind mehr als in jedem anderen Land, eingeschlossen Deutschland (neun Prozent), Großbritannien (neun Prozent), Kanada (sieben Prozent) und Mexiko (fünf Prozent).

Vorbilder verführen zum Jobwechsel

Berufliche Bewunderung von Vorbildern ist ein wichtiger Einflussfaktor für mehr als jeden zehnten Befragten im Vereinigten Königreich (17 Prozent), Kanada (15 Prozent) und Mexiko (13 Prozent). Wohingegen am anderen Ende der Skala nur drei Prozent der befragten Niederländer und sieben Prozent der Deutschen ihren Arbeitsplatz wechseln würden, um mit Menschen zu arbeiten, die sie professionell bewundern.

Interessanterweise ist eine innovative Bürogestaltung der am wenigsten wichtige Anziehungsfaktor für einen neuen Job. Nur sechs Prozent der Befragten aus den Niederlanden würden aus diesem Grund ihren Arbeitsplatz wechseln, gefolgt von einem Prozent in Großbritannien, Deutschland und Kanada.

„Es ist nicht überraschend, dass nach Kernfragen wie Gehalt die Leidenschaft ein vorrangiger Faktor für viele Menschen bei der Entscheidung für einen neuen Job ist“, sagt Charles Purdy, Karriere-Experte von Monster.com. „Obwohl sich viele Menschen so fühlen, als sei ihr Traumjob außer Reichweite, besteht dennoch häufig die Möglichkeit, durch eine fundierte Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und eine gute Recherche, Nischen zu finden, in denen sich ihre Fähigkeiten und Leidenschaften überlappen.“

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