Social-Media-Studie | | von Lisa Geiger

Das verdienen Deutschlands Community-Manager

Vergleichsweise jung sind die die Professionals im Social-Media und Community-Management, zwischen 25 und 35 Jahren. Das hat der Bundesverband Community Management in einer Studie mit der German Graduate School of Management and Law herausgefunden. Für die haben sie 256 Social-Media- und Community-Professionals befragt: zu ihrem Gehalt, ihren Aufgaben und Arbeitsbedingungen.

Arbeitszeiten zwischen 40 und 50 Stunden in der Woche scheinen bei den Befragten die Regel zu sein, wobei sie - wenig überraschend - besonders häufig am Abend und am Wochenende aktiv sind. Besonders entlohnt werden sie dafür nicht. Bei knapp einem Drittel liegen die Gehälter zwischen 30.000 und 40.000 Euro brutto, weitere 20 Prozent verdienen immerhin bis zu 50.000 Euro im Jahr. Bei den Freiberuflern sieht es schon besser aus: Tagessätze mit 400 Euro und weniger sind die Norm. Jeweils rund ein Viertel der Freiberufler gab sogar an, zwischen 400 und 600 Euro oder 600 und 800 Euro zu verdienen.

Eine Festanstellung ist aber die Regel. 75 Prozent sind auf diese Weise beschäftigt, die Hälfte in der Privatwirtschaft, ein weiteres Viertel in Agenturen. In Unternehmen gehören die meisten Social-Media- und Community-Manager zu PR und Marketing und müssen mit einem Budget von weniger als 50.000 Euro haushalten. Interessant: Das Thema Strategie scheint durchaus einen hohen Stellenwert zu haben. Fast 70 Prozent der Professionals wissen, welche Ziele ihre Organisation mit dem Einsatz von Communities verfolgt. Dagegen kommen 31 Prozent ohne eine Social-Media-Strategie aus. Die Existenz einer umfassenden Digital-Strategie ist bei der Mehrheit derzeit allerdings noch nicht vorhanden.

Die drei populärsten Plattformen mit denen sich die Social-Meda-Manager beschäftigen sind Facebook (knapp 90 Prozen), Twitter und Google+. Andere häufig genannten Plattformen sind Xing, Youtube und Linkedin. Nur knapp 30 Prozent betreuen eigene Plattformen oder Communities. Ein weiteres Ergebnis: Organisationen mit viel Erfahrung im Bereich Social-Media- und Community-Management verbringen mehr Zeit damit, Inhalte zu recherchieren, zu schreiben und zu teilen als weniger erfahrenen Organisationen.

Wer sich in Zukunft von der Masse abheben möchte, dem empfiehlt der Bundesverband, sich mit Bewegtbildinhalten auseinanderzusetzen. Steigende Reichweiten ließen darauf schließen, dass die Produktion von Videos an Bedeutung gewinnen werde. Weil die technischen Fähigkeiten der Social-Media- und Community-Manager derzeit nur gering ausgeprägt seien, schade es auch nicht, selbst programmieren oder komplexere Admin-Oberflächen bedienen zu können. In Punkto Strategie liege das Potenzial vor allem in der Erfolgsmessung und der Digital-Strategie. Wer in der Lage sei, den Erfolg seiner Arbeit messbar zu machen und digitale Wertschöpfung auch über die eigene Plattform hinaus denken könne, sichere sich die eigene Position und schaffe Potenzial für deren Ausbau.

Übrigens: Eine klare  Trennung zwischen den Berufsbildern gibt es nicht. In der Praxis scheinen die Begriffe Social-Media-Manager und Community-Manager synonym verwendet zu werden. Für die Zukunft prophezeit der Bundesverband hier aber weitere Spezialisierungen.

Die ganze Studie gibt auf der Webseite des Bundesverbands Community Management zum Download. 

Das verdienen Deutschlands Community-Manager

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