Hier sitzt nicht nur IBM - sondern auch Kooperationspartner wie BMW und BNP Paribas.
Hier sitzt nicht nur IBM - sondern auch Kooperationspartner wie BMW und BNP Paribas. © Foto:IBM

IBM | | von Annette Mattgey

Das neue IBM-Gebäude in München: Viel Platz für Collaboration

Der US-Technologiekonzern IBM hat sich entschieden, sein weltweites Forschungszentrum für das "Internet der Dinge" nach München zu verlagern. In den "IBM Industry-Collaboratories" werkeln auch BMW, Capgemini und BNP Paribas an Lösungen für die Zukunft. Rund 200 Millionen Dollar ist IBM der neue Hauptsitz wert. IBM will von hier aus ein weltweites Innovationsökosystems rund um künstliche Intelligenz (AI) und IoT starten. Deswegen bekommen Partner dort Raum. BMW wird einen Teil seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in eines IBM Industry-Collaboratories in das IoT-Center verlagern. Insgesamt werden in dem neuen Gebäude in München rund 1.000 IoT-Experten arbeiten. Bisher seien Forschung und Entwicklung in diesem Bereich bei IBM auf weltweit gut 20 Forschungsstandorte verteilt gewesen, sagte ein Unternehmenssprecher.

In den Collaboratories – eine Zusammensetzung aus den Worten "Collaboration" und "Laboratories" – kommen IBM-Leute mit Kunden, Partnern und Forschungseinrichtungen zusammen. Diese offene, unternehmens- und grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird damit gleichzeitig zur Keimzelle eines neuen Ökosystems für Innovation.


"Wir haben mittlerweile in unserem Geschäftsbereich weltweit über 6.000 Kunden und Partner, von denen sehr viele sehr gerne mit uns im Watson IoT Center zusammenarbeiten wollen", sagt Harriet Green, General Manager, IBM Watson IoT, Cognitive Engagement and Education. "Gemeinsam werden wir ein neues globales Ökosystem für Innovation auf den Weg bringen, in dem erforscht wird, wie kognitive und IoT-Technologien ganze Branchen und unser tägliches Leben verändern."

Zum Thema "Internet of Things" gibt es zahlreiche Studien verschiedener Unternehmensberater (Machina Research, McKinsey) , viele schätzen, dass die Zahl der vernetzten Geräte und Maschinen auf der Erde von derzeit zwischen fünf und zehn auf zwanzig bis dreißig Milliarden steigen wird. Ein großes Forschungsgebiet ist die Digitalisierung von Autos. "Kognitive Intelligenz" in dieser Hinsicht bedeutet unter anderem, dass das Auto Gesundheitsprobleme seines Fahrers erkennen soll, die Rechnung an der Tankstelle automatisch bezahlen kann und bei einer Panne die Werkstatt verständigt.

Ein großes Hindernis für das "Internet der Dinge" aber sind Hacker. In Fachkreisen erregte im vergangenen Jahr ein Angriff auf den US-Blogger Bryan Krebs großes Aufsehen. Denn nach Angaben von IT-Sicherheitsexperten kaperten der oder die Angreifer über Internet ferngesteuerte Geräte und Maschinen, die den Server mit millionenfachen Anfragen zum Stillstand brachten. Darunter soll sich beispielsweise eine Vielzahl von Überwachungskameras eines chinesischen Herstellers befunden haben, die alle mit dem gleichen Passwort gesichert waren.

Derlei Angriffe bergen Alptraumszenarien für Industriefirmen. Sollten Hacker eines Tages die Kontrolle über eine Chemiefabrik übernehmen oder vernetzte Autos kapern, wäre der Schaden gewaltig. Deswegen werden die IBM-Entwickler in München auch an der Hackerabwehr tüfteln. "Die Sicherheit ist ein Megathema", sagt der IBM-Sprecher.

So sieht es von außen und innen aus:

Das IBM-Gebäude im Video:

am/mit dpa

Das neue IBM-Gebäude in München: Viel Platz für Collaboration

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