Chef-Gehälter: Schlechte Noten für die größten Absahner
© Foto:Glassdoor

Glassdoor-Studie | | von Annette Mattgey

Chef-Gehälter: Schlechte Noten für die größten Absahner

Hochbezahlt, aber Underperformer: An der Unternehmensspitze tummeln sich Chefs, die von ihren Mitarbeitern schlecht bewertet werden. Was einen Vorgesetzten dagegen zum Vorbild macht, hat Glassdoor untersucht. Wenig Einfluss haben Geschlecht, Alter, Ausbildung und die Länge der Betriebszugehörigkeit. Unternehmensgründer kommen besser bei der Benotung weg als Manager, die von außerhalb geholt wurden oder intern aufgestiegen sind. 

"Die Meinung der Mitarbeiter über ihren CEO sagt sehr viel über das Unternehmen aus. Die Glassdoor-Daten bestätigen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Bewertung der Vorgesetzten und dem Betriebsklima gibt", sagt Andrew Chamberlain, Chef-Volkswirt bei Glassdoor. "Wer eine ausgeprägte Unternehmenskultur fördert, in der es Aufstiegschancen und Weiterbildung für angehende Führungskräfte gibt, erhält üblicherweise bessere Bewertungen durch seine Mitarbeiter.

Interessanterweise fand Glassdoor eine negative Korrelation zwischen Work-Life-Balance und dem Urteil über den CEO. Offensichtlich nehmen die Mitarbeiter eine fordernde Arbeitsatmosphäre in Kauf, wenn sie dafür einen inspirierenden, visionären Chef haben.

Positiv ist dagegen der Zusammenhang zwischen den Bilanzzahlen und der Zustimmung. Steigt der Unternehmensgewinn um einen Prozentpunkt an, treibt das die Zufriedenheit mit dem Mann oder der Frau an der Spitze um zehn Prozent nach oben.

"Es gibt eine starke Verbindung zwischen der Stimmung in der Belegschaft und der finaziellen Performance einer Firma", sagt Chamberlain. Zufriedene Mitarbeiter führten zu besseren Ergebnissen und höheren Dividenden.

Bei den Branchen kommt der Handel besonders schlecht weg. Auf dem Bau sowie in der IT sind die Angestellten am zufriedensten mit ihren Chefs. Miese Noten gibt es dagegen für Bergbau, Medien und Industrie. An letzter Stelle: Der Einzelhandel mit einer Zustimmungsrate von lediglich 61 Prozent.

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