Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück
Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück © Foto:W&V

Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Brand Yourself - und verkaufe was das Zeug hält

Gary Vaynerchuck ist Weinkritiker, Investor und Pionier im digitalen Marketing. Seine Social Media-Beratung Vayner Media ist nicht nur in New York gefragt. Jetzt hat er seine eigene Schuh-Kollektion auf den Markt gebracht: einen grünen, einen schwarzen Sneaker.

Dass Models und Schauspieler eine eigene Linie auf den Markt bringen - bitte, das ist man gewöhnt. Aber ein Marketer? Sicher "Gary V" ist beliebt - doch ob man deswegen in seine Schuhe schlüpfen will? In den USA wird derzeit wild darüber spekuliert. “Er ist kein Sportstar, kein Musiker oder Künstler”, sagt Matthew Edwards, Creative Director bei der Agentur Johannes Leonardo, die mit Adidas zusammenarbeitet. Somit zählt er eigentlich nicht zu den klassischen Influencern. Andererseits: Warum nicht? Vaynerchuck ist extrem erfolgreich - und zwar auf seine ganz eigene individuelle Art. Das gefällt laut Edwards vor allem jungen Zielgruppen.

Dinge anders machen, selbst in die Hand zu nehmen und neu zu interpretieren - das imponiert eben. Außerdem passt es zur neuen Arbeitswelt. Schon vor gut zehn Jahren skizzierten Trendforscher den Bauchladen der Zukunft. Statt sich ins sichere Angestellten-Dasein zu begeben, würden Menschen eine ganze Palette an Talenten und individuellen Dienstleistungen oder Produkten offerieren. 

Um dafür zu sorgen, dass die Angebote auch auf Absatz stoßen ist wiederum Selbstvermarktung gefragt. Das gelingt am besten durch eigene Meinungen, provokante Thesen und vor allem: Eigeninitiative. Dafür muss man nicht unbedingt Gründer eines eigenen Unternehmens sein. Als Angestellter lässt sich genauso gut neue Themen besetzen - und zum Beispiel zum Social Media oder Virtual Reality Pionier werden. 

Was man von Vaynerchuck dabei lernen kann, ist ganz einfach: “Start fucking executing!” brachte er die Message kurz und gewohnt unverblümt bei den Online Marketing Rockstars auf den Punkt. Daran hat er sich letztlich selbst gehalten: Wenn er daran denkt, Schuhe auf den Markt zu bringen, dann bringt er eben Schuhe auf den Markt. Wie das mit Wein und Digitalmarketing zusammenhängt, ist am Ende ganz egal.

Brand Yourself - und verkaufe was das Zeug hält

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