Monster-Umfrage | | von Annette Mattgey

Bewerben wie Pinocchio: Jeder Fünfte hat schon mal gelogen

Lügen haben zwar kurze Beine - oder lange Nasen. Trotzdem haben 20 Prozent schon mal das Risiko auf sich genommen und mindestens schon einmal in einer Bewerbung gelogen. Das fand das Karriereportal Monster in einer aktuellen Umfrage heraus.
Besonders gerne wird bei Zahlen geflunkert: Mit einem kleinen Klick erhöht sich plötzlich die Zahl der Jahre mit Berufserfahrung, ein bisschen Chuzpe bei der Selbsteinschätzung und schon werden gute Fremdsprachenkenntnisse zu exzellenten. Auf seiner Website konfrontierte Monster die Besucher mit der Frage: „Haben Sie schon einmal in einer Bewerbung gelogen?“.

Die Ergebnisse aus Deutschland auf einen Blick:

Während 78 Prozent der Teilnehmer sagten, sie hätten noch nie in ihrer Bewerbung gelogen, gaben 22 Prozent zu, mindestens einmal in einer Bewerbung geschummelt zu haben.

Kreativer Umgang mit der Wahrheit oder dreiste Lüge?

Oft liegt es im Auge des Betrachters, ob eine Aussage in einer Bewerbung nur als kreative Ausformulierung oder als Schummelei wahrgenommen wird. Ein Beispiel: Junge Bewerber präsentieren sich auf Gebieten erfahrener, in die sie vielleicht nur ‚hineingeschnuppert‘ haben. Zählt beispielsweise ein dreimonatiges Praktikum bereits als Berufserfahrung oder nur als ein Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens? In solchen Grauzonen fällt es nicht leicht, die Grenze zwischen Wahrheit und Unwahrheit zu ziehen – oft eine subjektive Ermessenssache des Betrachters.

„Eine winzige Schummelei mag aus Sicht des Bewerbers akzeptierbar erscheinen, doch auch kleine Mogeleien sind schnell aufgedeckt und somit in keinem Fall zu empfehlen. Sprachkenntnisse beispielsweise werden im Vorstellungsgespräch oft überprüft. Wer dann nicht genauso eloquent auftritt, wie er sich beschrieben hat, ist sofort aus dem Rennen“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager Central Europe bei Monster.

Fristlose Kündigung auch nach Jahren noch möglich

Jede noch so kleine Lüge kann sich im Lebenslauf zu einem großen Stolperstein für die gesamte Karriere entwickeln. Denn es geht nicht nur darum den Traumjob zu ergattern, sondern auch darum ihn zu behalten. Kommt selbst nach langjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Unternehmen die kleine Lüge ans Tageslicht, droht die fristlose Kündigung. Daher sollte sich jeder Bewerber gut überlegen, ob es sich wirklich lohnt, den Lebenslauf zu frisieren.

Bewerben wie Pinocchio: Jeder Fünfte hat schon mal gelogen

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