Bei Apple verdienen Frauen das gleiche wie Männer
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Lesetipp | | von Annette Mattgey

Bei Apple verdienen Frauen das gleiche wie Männer

Für seinen jüngsten Berlin-Besuch wählte Apple-Chef Tim Cook das Startup Kitchen Stories. Mit den beiden Gründerinnen Mengting Gao und Verena Hubertz sprach er über Frauenquote, Führungskultur und gerechte Bezahlung. Während in Deutschland in traditionellen Unternehmen im Schnitt 25 Prozent Frauen in führenden Positionen beschäftigt sind, sieht es bei den Startups noch schlechter aus: Gerade mal 13 Prozent der Gründer sind weiblich. Apple – und Cook persönlich – haben es sich auf die Fahnen geschrieben, mehr Diversität im eigenen Unternehmen zu schaffen. Heute liegt die Frauenquote bei 32 Prozent, 28 Prozent der Führungsfunktionen sind mit Frauen besetzt. Auch am "Gender Pay Gap" hat Apple gearbeitet und Gehälter, Bonuszahlungen und MItarbeiterbeteiligungsprogramme analysiert.

Wie sich Unternehmen rüsten sollten: 

"Wer als Arbeitgeber heute, aber vor allem in der nahen Zukunft, nicht bewusst mehr Wert auf Diversity legt und alle Menschen anspricht, wird als Unternehmen nicht erfolgreich. Das trifft für Diversität auf allen Ebenen zu, ganz egal ob Gender, sexuelle Orientierung, Herkunft oder Religion."

Eine Frauenquote lehnt Cook ab und fordert stattdessen:

"Es kommt auf den gesamten Prozess an, von der anfänglichen Förderung bis hin zur Einstellung, das ist mehr als nur eine Frauenquote. Man muss die Arbeit an sich attraktiver machen. Frauen müssen sich ermutigt fühlen und brauchen Rollenvorbilder, die zeigen, dass es nicht nur wichtig ist, sondern auch Spaß macht."

Zum Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen:

"Wissen Sie, wir sind da wahrscheinlich ein Außenseiter, aber wir zahlen gut und wir zahlen zu 100 Prozent gleich. Wir machen jedes Jahr eine langwierige Evaluation durch, um das auch beizubehalten. Und wenn wir auch nur einmal bemerken, dass jemand nur 99,8 Prozent des Gehalts eines anderen verdient, dann tun wir alles dafür, dass wir das ausgleichen. Ich finde, dass jedes Unternehmen sich darum bemühen sollte. Es ist einfach nicht richtig und nicht fair, dass Frauen noch immer so viel weniger verdienen als Männer."

Vielfalt statt Monotonie, ist sein Plädoyer:

"Die Aufgabe einer Führungskraft muss es sein, alle Menschen an Bord und auf einen Nenner zu bekommen. Dabei geht es gar nicht primär um Frauen, sondern um menschliche Unterschiede auf allen Ebenen. Da wären zum Beispiel introvertierte und extrovertierte Menschen. Darüber sprechen nur sehr wenige und es ist vielen nicht bewusst, aber das wird garantiert großen Einfluss auf beispielsweise eine Brainstormingsession in einem großen Team haben."

Das vollständige Interview in Text und Video finden Sie bei "Refinery 29".

Bei Apple verdienen Frauen das gleiche wie Männer

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