TV-Tipp | | von Annette Mattgey

BBC schaut bei Apple-Herstellern hinter die Kulissen

Der Weltkonzern Apple steht für Innovation und Produkte, die von den Fans mit Spannung erwartet werden. Dem Unternehmen Apple geht es demnach gut. Wie gut aber geht es den Arbeitern, die diesen Verkaufsschlager herstellen? Wie sind ihre Arbeitsbedingungen in den Fabriken der Apple-Zulieferer und wie werden sie dort behandelt? Die BBC hat die Zustände dort im Bild festgehalten, RTL zeigt die Dokumentation in seinem Magazin "Extra", allerdings nicht wie angekündigt am 12. Januar, sondern aufgrund der aktuellen Berichterstattung zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Undercover-Recherchen der Kollegen führten sie in die Produktionsstätten nach China und zu den Rohstofflieferanten in den Zinn-Minen Indonesiens. Und während Apple und Pegatron, einer der größten Zulieferer in China, einmütig verkünden, dass die Sicherheit und das Wohlergehen der Mitarbeiter Priorität hätten, zeigte sich den Reportern vor Ort ein komplett anderes Bild.

Chinesische Arbeiter stehen schwankend in Shanghai an den Fließbändern und kämpfen nach mehr als zwölfstündigen Schichten, 18 Tage am Stück, gegen das Einschlafen. Die Überstunden seien freiwillig. Doch wer sich verweigert, ist seinen Job los. Wer einschläft auch. Viele Arbeiter haben am Ende ihrer Schichten nicht einmal mehr die Kraft, endlich zu essen.

Nachdem sich 2010 bereits 14 Arbeiter das Leben genommen hatten, versprach Apple, die Rechte der Arbeiter bei den Zulieferern zu verbessern. Vier Jahre später, fanden die Undercover-Reporter auch weiterhin in vielen Bereichen keine fairen und sicheren Arbeitsbedingungen vor.   

Auch in den Zinn-Minen Indonesiens, ein entscheidender Rohstoff bei der Herstellung, trafen die  Journalisten auf alarmierende Verhältnisse. Kinder haben teilweise nur mit den Händen nach dem begehrten Rohstoff gegraben. Die Arbeiter sind ständig durch Sand- und Schlammlawinen gefährdet.

Laut der Recherchen würden die legalen Zinnlieferanten wohl von Apple überprüft. Ein Mitarbeiter einer zuliefernden Schmelzerei betonte jedoch, dass es bei der Vielzahl kleiner und großer Minen nicht möglich sei, tatsächlich festzustellen, welche Zinnlieferanten darunter legal und welche illegal seien.

BBC schaut bei Apple-Herstellern hinter die Kulissen

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