Karriere-Websites | | von Annette Mattgey

Allianz erobert Spitzenplatz beim digitalen Employer Branding

Deutschland ist führend beim Online Employer Branding: Der Versicherungskonzern Allianz rangiert auf Platz 1 beim Employer Branding Online Award, den die Mailänder Kommunikationsagentur Lundquist bereits zum zweiten Mal ausrichtet. Als Aufsteiger werden jedoch auch Siemens, BMW und SAP lobend erwähnt. Hinter der Allianz, die 73,25 von 100 möglichen Punkten erreichte, positionierten sich Telecom Italia und das britische Erdöl- und Erdgasunternehmen Centrica. Der Employer Branding Online Award untersucht, wie europäische Unternehmen ihre digitalen Ressourcen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung einsetzen. Dazu zählen die Unternehmens-Website, die Karriere-Seite und Social Media-Kanäle. Insgesamt mussten die Befragten mehr als 57 Kriterien bewerten.

Bei den Internet-Aktivitäten der Allianz gefielen den Nutzern besonders gut die Informationen zum Unternehmen, die Einbindung von Charts und Diagrammen und die Programmierung der Website im Responsive Webdesign. Deswegen schnitt die Allianz in den Rubriken "visuelle Kommunikation" und "Ethik und Verantwortung" hervorragend ab. Seit der letzten Erhebung von 2010 verbesserte sich die Allianz um mehr als zwölf Punkte und arbeitet sich von Platz 7 auf Platz 1 empor. Telecom Italia rangiert knapp dahinter mit 72 Punkten, während Centrica mit 67,75 Punkten Platz 3 erreicht.

Auch die Aufsteiger hat Lundquist ermittelt. Siemens gewann 26,5 Punkte hinzu (Platz 13, 60,5 Punkte). Plätze gut machten auch BMW (jetzt Rang 6, 64,5 Punkte, + 24,5 Punkte, ) und SAP (Platz 29, 53,25 Punkte, + 23,25 Punkte).

Magere Noten für Mobile-Optimierung

Von den 99 untersuchten Unternehmen wiesen lediglich 15 Karriere-Seiten auf, die für Mobilgeräte optimiert waren. Sechs hatten zwar mobile  Unternehmenswebseiten, aber ohne Karriere-Rubrik. “Europäische Unternehmen implementieren digitale Strategien, um Mitarbeiter anzusprechen und an sich zu binden, aber viele hängen immer noch der Idee an, dass User am PC sitzen", so Joakim Lundquist, Gründer des Beratungsunternehmens. "Smartphones und Tablets versetzen User in die Lage, zwischen U-Bahn und Strand nach neuen Jobs zu suchen und weniger am Büro-PC. Darauf sollten sich Unternehmen einrichten." 

 Top 10 der Employer Branding Online Awards Europe 2012:

 

Platz Unternehmen Land Punkte (max. 100)
1 Allianz DE 73.25
2 Telecom Italia IT 72.00
3 Centrica GB 67.75
4 Societe Generale FR 67.50
5 Novo Nordisk DK 65.00
6= BMW DE 64.50
6= Roche CH 64.50
8 BP GB 63.50
9 Crédit Agricole FR 63.25
10 Holcim CH 62.00

Online-Jobbörsen sind am viel versprechendsten für Bewerber

In ihrer aktuellen Untersuchung fragte Lundquist auch nach den Wünschen und Erwartungen der Beschäftigten. Als Erstkontakt spielen Unternehmenswebseiten eine untergeordnete Rolle. Als erstes nehmen Jobsuchende Kontakt zu Jobportalen wie Monster.com auf. Soziale Netzwerke - sei es beruflicher oder persönlicher Natur - sind ebenfalls gefragt. “Heute gibt sich ein Bewerber nicht mit Informationen im Netz über die Firma und freie Stellen zufrieden. Er sucht konkrete, glaubwürdige und nützliche Informationen und die Möglichkeit zur Interaktion, und zwar in einer Weise, die der heutigen "SoLoMo-Ära" angemessen ist", bekräftigt Cristiano Poian, Head of Employer Branding and Digital Strategist bei Lundquist.

 

Social Media-Praxis geht an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei

Drei von fünf europäischen Unternehmen nutzen Social Media zum Employer Branding, vor allem bei Twitter, Facebook und Youtube. Allerdings treffen sie damit nicht den Geschmack der Bewerber: Nur die Hälfte davon sieht es gezielt als Recruiting-Instrument. Was vor allem fehlt: die Möglichkeit zur Kommunikation. "Firmen müssen Bewerber als spezielle Zielgruppe definieren, Informationen speziell für sie aufbereiten und einen Dialog aufbauen", erläutert Poian. Im Bereich Social Media verhalten sich Société Generale, BASF und SAP vorbildlich. Société Generale (F) bündelt auf einer Seite die Zugänge zu allen Social Media-Auftritten. BASF hat spezielle Facebook- und Twitter-Konten für Bewerber. SAP zeigt auf seiner Karrierseite einen Twitter-Feed seiner Mitarbeiter. 

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