Mobbing | | von Annette Mattgey

Ab zum Karriere-TÜV: Martin Wehrle fordert "Führerschein für Chefs"

Mit einem Offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler weist Karriere-Coach Martin Wehrle nicht nur auf die Mobbing-Misere in deutschen Unternehmen hin, sondern promotet auch noch lautstark sein neuestes Buch "Ich arbeite immer noch in einem Irrenhaus" (Econ Verlag). Seine plakative Forderung:  "Schluss mit den ungelernten Chefs - wir brauchen einen Führerschein für Führungskräfte!" In seinem Buch habe er zahlreiche Geschichten zusammengetragen, die alle auf eines hinauslaufen: Personalprobleme rühren in erster Linie aus dem Führungsversagen in den oberen Etagen her. Wehrle ist bekannt als "Zeit"-Kolumnist, Autor und Karriereberater.

Im Brief an Bundeswirtschaftsminister Rösler führt Wehrle die Ursachen für Mobbing auf: "Immer mehr Mitarbeiter werden dilettantisch oder unmenschlich geführt. In sieben von zehn Mobbing-Fällen ist ein Vorgesetzter involviert. Und die Zahl der Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt." Abhilfe könne seiner Meinung nach ein "Führerschein für Führungskräfte" schaffen. Diese "solide Qualifikation in Theorie und Praxis könnte dafür sorgen, dass bei uns bewusster, professioneller und menschlicher geführt wird." Fehlverhalten habe dann ähnlich wie im Straßenverkehr Konsequenzen - im schlimmsten Falle den Entzug des Führerscheins.
 

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