Studie von Steelcase | | von Lisa Geiger

10 Tipps für effektiveres Arbeiten

Arbeitnehmer fühlen sich oft von Informationen überflutet, werden häufig abgelenkt und haben zunehmend Schwierigkeiten, effizient zu arbeiten. Das hat der Büroeinrichtungs-Hersteller Steelcase herausgefunden. Ganze 42 Prozent der Deutschen sollen sich laut Umfrage am Arbeitsplatz nicht konzentrieren können. 

Die größten Störfaktoren: laute Gespräche, zu viele E-Mails, technische Probleme und Kollegen, die in der Nähe des eigenen Schreibtischs arbeiten. Tüfteln Menschen an komplexen Problemen oder wollen sich konzentrieren, wünschen sie sich vor allem Stille, Privatsphäre und frische Luft.

10 Tipps für effektiveres Arbeiten im Büro:

  1. Lassen Sie den Blick nach draußen schweifen: Es ist kein Zufall, wenn die besten Einfälle unter der Dusche, beim Autofahren oder beim Joggen entstehen. Schweifen die Gedanken ab, verarbeitet das Gehirn im Hintergrund Informationen und trägt zur Bildung neuer Aktivierungsmuster bei. Sich kurzzeitig von Problemen zu entfernen ist daher oftmals der beste Weg, diese zu lösen.
  2. Definieren Sie Ziele: Um wirklich aufmerksam arbeiten zu können, muss das Gehirn wissen, wie sich der Rahmen einer Tätigkeit gestaltet. Aufgaben benötigen daher einen deutlichen Anfang und ein noch deutlicheres Ende, damit die geistigen Ressourcen bestmöglich eingeteilt werden können.
  3. Erstellen Sie eine To-do-Liste: Können erledigte Aufgaben wortwörtlich abgehakt werden, aktiviert dies das innere Belohnungssystem und motiviert für nachfolgende Tätigkeiten. Dies erscheint vielleicht unbedeutend, das Gehirn sehnt sich jedoch geradezu nach diesen kleinen Belohnungen. Die Folge: weniger Stress.
  4. Führen Sie Selbstgespräche: Statt konzentriert zu arbeiten, schweifen die Gedanken oft in die Ferne. Kleine Nebentätigkeiten wie Selbstgespräche oder Kritzeleien, helfen dabei, Ablenkungen auszublenden und so einen klaren Gedanken zu fassen.
  5. Denken Sie an Pausen: Die Kapazitäten des Gehirns sind begrenzt und daher ermüdet es, wenn es überbeansprucht wird. Sich länger als 45 Minuten vollständig auf eine Aufgabe zu fokussieren, ist für die meisten Menschen nahezu unmöglich. Wenn die Arbeit eingeteilt wird und immer wieder Pausen eingelegt werden, kann die Leistungsfähigkeit des Gehirns enorm steigen.
  6. Suchen Sie Nähe: Die Aufmerksamkeit ist in hohem Maße davon abhängig, wie nah neuronale Reize sind. Neue Ideen lassen sich daher einfacher entwickeln, wenn Kommunikation problemlose möglich ist, Augenkontakt gehalten und Informationen einfach geteilt werden können.
  7. Atmen Sie tief durch: Gehirne von Menschen, die regelmäßig meditieren, weisen eine überdurchschnittliche Gamma-Aktivität auf - ein Indiz für starke Fokussierung und Konzentration. Es muss jedoch nicht gleich eine umfassende Zazen-Meditation sein. Bereits regelmäßiges, tiefes Durchatmen kann schon einen großen Beitrag zu inneren Ruhe leisten.
  8. Bewegen Sie sich: Andauerndes statisches Sitzen beeinträchtigt die Fähigkeit, konzentriert zu arbeiten. Bei Bewegung produziert der Körper verstärkt das körpereigene Protein "BDNF" (Brain-derived Neurotrophic Factor), das die Lernfähigkeit, das Gedächtnis und das konzeptuelle Denkvermögen fördert.
  9. Vermeiden Sie Multitasking: Multitasking ist ein Mythos und führt dazu, dass die Aufmerksamkeit tatsächlich nur schnell zwischen verschiedenen Tätigkeiten hin und her wechselt. Dadurch passieren schnell Fehler. Außerdem leidet die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen.
  10. Schlafen Sie ausreichend: Genügend Schlaf ist für Konzentration und Aufmerksamkeit von großer Bedeutung. Denn Schlafmangel führt dazu, dass die Lernfähigkeit abnimmt und Stimmungsschwankungen auftreten.
10 Tipps für effektiveres Arbeiten

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