10 gute Gründe, im Ausland zu arbeiten
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Tipps von Internations | | von Annette Mattgey

10 gute Gründe, im Ausland zu arbeiten

"Heutzutage ist es wichtiger denn je, sich persönlichen Herausforderungen zu stellen und verschiedene Kulturen und Traditionen kennenzulernen," sagt Malte Zeeck, Gründer & Co-CEO von Internations. Internations wurde vor zehn Jahren als Social-Media-Plattform gegründet und versammelt alle, die im Ausland leben und arbeiten. Das Fimenmotto "Crossing Borders, Bridging Cultures, and Connecting Global Minds" spiegelt den Anspruch des Startups wieder. Das - in  Verbindung mit 2,8 Millionen Mitgliedern in 390 Städten - gefiel wohl auch dem Karriereportal Xing.  Im Sommer hat die Burda-Tochter Internations übernommen.

"Auch die Forschung belegt, was wir schon seit der Gründung von Internations wissen: Im Berufsleben Auslandserfahrung zu sammeln, verbessert nicht nur Einkommen und Karriere, sondern macht auch intelligenter und kommunikativer", weiß Zeeck aus Erfahrung. 

Mehr als die Hälfte aller Expats weltweit (51 Prozent) verdient laut eigener Aussage im Ausland mehr als in der Heimat - ein Viertel hat sogar ein wesentlich höheres Einkommen. 53 Prozent sind mit ihren Karrierechancen im Ausland zufrieden - einer von sieben Expats (14 Prozent) ist sogar rundum glücklich.

10 Gründe, warum sich das Arbeiten im Ausland lohnt

Die Informationen, auf denen diese Liste basiert, stammen aus verschiedenen Quellen – mehrere akademische Arbeiten zum Leben im Ausland, die 2,8 Millionen Internations-Mitglieder weltweit sowie die jährliche Expat Insider-Studie des Unternehmens. Mit fast 13.000 Teilnehmern, die im Ausland leben und arbeiten, handelt es sich bei Expat Insider um eine der größten Umfragen unter Expats weltweit.

1. Das Einkommen aufbessern

Laut einer Studie des Job-Portals Monster sind 74 Prozent der Deutschen mit ihrem Gehalt unzufrieden. Ein Umzug ins Ausland würde jedoch die finanzielle Lage möglicherweise verbessern. Fast die Hälfte aller Expats weltweit verdient nach eigener Aussage mehr als in der Heimat (51 Prozent), und bei fast einem Viertel (24 Prozent) ist das Einkommen im Ausland um einiges höher. Ein Fünftel der Expats (21 Prozent) verfügt sogar über ein jährliches Haushaltseinkommen von 100.000 Dollar, und weiteren 26 Prozent stehen zwischen 50.000 Dollar und 100.000 Dollar zur Verfügung.

2. Karriere machen

Ungefähr drei von zehn Expats (31 Prozent) führen berufliche Gründe als wichtigste Motivation für den Umzug ins Ausland an. Die Arbeit im Ausland wird ihren Erwartungen offenbar auch gerecht: Nur zirka ein Viertel aller Expats (26 Prozent) bewertet die eigenen Karrierechancen im Ausland negativ. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer (53 Prozent) – ein doppelt so großer Anteil – sieht sie wiederum positiv. Einer von sieben (14 Prozent) ist mit den Aufstiegschancen sogar rundum zufrieden. "Unseren Recherchen zufolge unterscheiden sich die Karrierchancen für Expats von Land zu Land sehr stark," erklärt InterNations Gründer & Co-CEO Malte Zeeck. "Besonders ehrgeizige Expats sollten in die USA ziehen – auch bestimmte Wachstumsmärkte wie Kasachstan und Vietnam kommen für sie infrage. Wer dagegen mehr Wert auf sichere Arbeitsplätze und eine stabile Wirtschaftslage legt, fühlt sich in Luxemburg, Deutschland oder der Schweiz besonders wohl."

3. Problemlösungskompetenz stärken

Eine Studie von William W. Maddux (INSEAD Business School) fand heraus, dass größeres Wissen über beziehungsweise stärkere Anpassung an andere Kulturen bei MBA-Studenten in einem internationalen Studiengang die Problemlösungskompetenzen verbesserte. Nachdem fast einem Jahr im Ausland waren diejenigen Studenten, die anderen Kulturen gegenüber aufgeschlossen waren, auch eher dazu imstande, komplexe Querverbindungen zwischen ganz verschiedenen Ideen herzustellen. Dies ist nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf von Vorteil: "Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter über Auslandserfahrung verfügen," so Malte Zeeck, Gründer & Co-CEO von Internations. "Dadurch unterstützen wir innovatives und Out-of-the-Box Denken in unserem Team."

4. Kreativer werden

Angela Leung von der Singapore Management University zeigte in ihrer Studie, dass die Vertrautheit mit verschiedenen Kulturen sich positiv auf die Kreativität auswirkt: Studenten, die mit zwei unterschiedlichen Kulturen in Kontakt kamen, zeigten nicht nur bessere kreative Leistungen, sondern auch kreativere Denkprozesse. Es fiel ihnen zum Beispiel leichter, ungewöhnliche Ideen zu entwickeln. Insofern ist es auch wenig überraschend, dass fast einer von zehn Expats (9 Prozent) im künstlerischen Bereich (z. B. Musik oder darstellende Kunst) tätig ist.

5. Ein globales Netzwerk aufbauen

Expats haben unter ihren Kontakten im Durchschnitt fünf weitere Nationalitäten, wie die Recherche unter den 2,8 Millionen Internations-Mitgliedern weltweit ergibt. Vergleicht man dieses Ergebnis mit verfügbaren Daten von Facebook, zeigt sich folgender Trend: Expats haben eher ein globales als ein lokales Netzwerk. Die Facebook-Studie zeigt, dass sich auf der Plattform am häufigsten lokale Freundescluster bilden: 84 Prozent aller Facebook-Freundschaften verbinden Mitglieder im gleichen Land. Auf Internations überqueren 35 Prozent aller persönlichen Kontakte virtuelle Landesgrenzen – nur 65 Prozent beschränken sich auf Mitglieder im gleichen Aufenthaltsland.

6. Eine neue Sprache lernen

Für einen von zehn Expats waren bessere Sprachkenntnisse einer der Gründe, ins Ausland zu gehen. Anscheinend profitieren jedoch sehr viele mehr linguistisch von ihrem Umzug: Drei von zehn Expats verfügen zumindest über Grundkenntnisse der jeweiligen Landessprache, und mehr als zwei Fünftel (43 Prozent) können sich sicher verständigen. Zudem zeigt eine repräsentative Recherche unter allen InterNations Mitgliedern, dass 84 Prozent derjenigen, die zur Zeit im Ausland leben, mindestens zwei Sprachen sprechen. Mehr als einer von fünf (22 Prozent) beherrscht sogar vier oder mehr.

7. Sich als moderner Pionier beweisen

Ob Siedler im 17. Jahrhundert auf der Suche nach einer neuen Welt, Ingenieure im 20. Jahrhundert bei der Entwicklung neuer Technologien oder Startup-Gründer im 21. Jahrhundert bei der digitalen Revolution – was alle Pioniere gemeinsam haben, ist der Mut, sich unbekannten Herausforderungen zu stellen. Der gleiche Pioniergeist macht auch den Expat aus. Egal, ob man der Arbeit und Karriere zuliebe ins Ausland zieht (31 Prozent), für die Liebe und die Familie (25 Prozent), wegen einer besseren Lebensqualität (8 Prozent) oder auf der Suche nach einem neuen Abenteuer (7 Prozent) – der Moment, in dem jemand Neuland betritt, macht ihn zum modernen Pioneer. Sie suchen das Neue, das Einzigartige, das Unerforschte und das Unbekannte – genau wie die furchtlosen Pioniere von einst.

8. Kommunikationsfähigkeit fördern

Interkulturelle Kommunikation umfasst weitaus mehr als Fremdsprachenkenntnisse – vielmehr geht es um Souveränität im Umgang mit diversen Kulturen. Sobald sich Expats eingewöhnen und in der neuen Kultur wie zuhause fühlen, werden sie aufgeschlossener, toleranter und geschickter im Umgang mit kulturellen Unterschieden: Dies beschreibt Dr. Rona Hart von der University of East London in ihrem Buch "Preparing for Your Move Abroad: Relocating, Settling In, Managing Culture Shock". Sie erläutert außerdem, dass man andere Menschen weniger (vor)schnell verurteilt sowie sich mit Meinungen und Handlungen auseinandersetzt, die man zuvor ignoriert oder abgelehnt hätte.

9. Mehr Work-Life-Balance

Fast die Hälfte aller Deutschen (46 Prozent) leiden laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse unter Stress am Arbeitsplatz. Wer im Ausland arbeitet, scheint wesentliche bessere Rahmenbedingungen zu haben. Zirka sechs von zehn Expats sind mit ihrer Arbeit im Allgemeinen (64 Prozent) sowie mit ihrer Work-Life-Balance (60 Prozent) zufrieden und halten ihren Arbeitsplatz für sicher (57 Prozent). Für bis zu 20 Prozent könnte es gar nicht besser laufen: 17 beziehungsweise 19 Prozent sind mit diesen Aspekten rundum zufrieden (allgemeine Zufriedenheit vs. Work-Life-Balance und sichere Arbeitsplätze). Unter den Befragten bewerten zudem 61 Prozent ihre Arbeitszeiten im Ausland positiv – 38 Prozent vergeben sogar die Bestnote.

10. Vertraue auf die Meinung von 42,5 Millionen Expats

Das Marktforschungsinstitut Finaccord schätzt in seinem Global Expatriates Report, dass die Anzahl der im Ausland arbeitenden Expats weltweit mittlerweile 42,5 Millionen beträgt – 42 Millionen sind Arbeiter oder Angestellte, die auf eigene Initivative ins Ausland gezogen sind; bei den restlichen 500.000 handelt es sich um entsandte Mitarbeiter im Auslandseinsatz. Zusammen machen sie zirka drei Viertel aller Expats rund um die Welt aus. Im Vergleich zum Jahr 2009 ergibt sich eine jährliche Wachstumsrate von ungefähr drei Prozent – der Trend zum Assignment oder zur Jobsuche im Ausland scheint ungebrochen. Und seien wir doch ehrlich: 42,5 Millionen Menschen können nicht irren.

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