Dirk Bruns, YouTube: „True View ist das Werbeformat der Zukunft“
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Targeting | | von Christian Gehl

Dirk Bruns, YouTube: „True View ist das Werbeformat der Zukunft“

Noch sind die Umsätze mit Videowerbung gering, doch der Markt wächst stark: 195 Mio. Euro setzten Unternehmen im vergangenen Jahr in Bewegtbildwerbung ein, 2010 waren es erst 86 Mio. Euro. Hauptprofiteur ist YouTube. 70 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland besuchen die Google-Seite mindestens einmal pro Monat, so der Hightech-Verband Bitkom. Videos zählen inzwischen zu den beliebtesten Formaten im Internet: 50 Minuten täglich sieht sich jeder Internetnutzer hierzulande bewegte Bilder an. Mit True View hat YouTube vor einem Jahr ein Werbeinstrument eingeführt, das den Nutzungsboom adäquat zu vermarkten verspricht. Im Interview mit LEAD digital zieht Dirk Bruns, Head of Branding Solutions bei YouTube Deutschland, eine erste Bilanz.

Herr Bruns, dank True View können YouTube-Nutzer Videowerbung nach fünf Sekunden einfach wegklicken. Wie viele machen das?

Skipbare Pre-Roll-Werbung wird wie jede Form der Bewegtbildwerbung bei YouTube nur auf den Inhalten von Partnern eingesetzt, deren Inhalte wir regelmäßig überprüfen. In vielen Bereichen von YouTube werden Sie also niemals Videowerbung sehen. Wo True View eingesetzt wird, erzielt es beste Resultate: Je nach Inhalt sehen sich 30 bis 60 Prozent der User den Spot bis zu Ende an. Und nur für diese Nutzung müssen Werbetreibende auch bezahlen.

Macht dies nicht jedes Targeting überflüssig? Schließlich gehört ein User, der ein Werbevideo komplett anschaut, wohl automatisch zur Zielgruppe so ziemlich jeder Firma.

Natürlich ist TrueView eine hervorragende Möglichkeit für die gezielte Ansprache nur der interessierten Nutzer – aber  die Verknüpfung mit Targeting-Methoden kann die Sache für Werbetreibende noch effizienter machen. Ein Beispiel: Ein bayerischer Kabelnetzbetreiber, der seinen Service nur in Bayern anbietet, hat vielleicht kein Interesse daran, dass ein Hamburger sich sein Werbevideo ansieht. Über geografisches Targeting kann er dies ausschließen. Das gleiche gilt zum Beispiel für Banken oder Stromversorger, also für alle Unternehmen, die nur in einem bestimmten Gebiet werben wollen, weil ihre Produkte nur dort zu haben sind. Und natürlich lässt sich dies auch auf spezielle Zielgruppen anwenden.

Nun ist im Internet immer noch die Klickrate das Maß aller Dinge für den Werbeerfolg. Was setzt Videowerbung dagegen?

Immer mehr Werbetreibende denken über den reinen Klick hinaus und erkennen das Branding-Potenzial von Werbevideos. Dieses Potenzial konnten wir bereits im Rahmen von zahlreichen Studien nachweisen. Im Rahmen unserer neuen Brand Activate Initiative stellen wir außerdem eine Reihe von Werkzeugen vor, die die Effizienz von Online-Werbung leichter messbar machen werden.

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