Hohe Steigerungsraten – und noch viel Luft nach oben
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Display Advertising | | von Christian Gehl

Hohe Steigerungsraten – und noch viel Luft nach oben

Es geht steil aufwärts: Bannerwerbung hat hierzulande bereits nach neun Monaten zwei Milliarden Euro eingespielt, eine Summe, für die das Werbemedium 2011 fünf, sechs Wochen mehr brauchte. Bis Ende September überstiegen die Display-Spendings den Vorjahreswert um 18,3 Prozent.

Und noch ist viel Luft nach oben, denn Branding-Kampagnen werden nach den Worten von Googles Display-Chef Neal Mohan nach wie vor viel zu selten geschaltet. Schaffen es die Onliner, Messgrößen zu etablieren, die mit den Quoten, Auflagenzahlen und Reichweiten der Offline-Welt vergleichbar sind, würde das Internet bald ebenso wichtig für Image-Werbung sein wie heute TV und Print. Active GRP mache hier den Anfang. Mit diesem Instrument will Google Zahlen zur Sichtbarkeit des Spots liefern, also angeben, wie lange der User das Banner tatsächlich angesehen hat.

Überfällig ist eine solche Währung schon lange, denn neben den stationären PC’s rücken zusätzlich mobile Werbeträger immer stärker in den Vordergrund. Vor allem Smartphones werden immer beliebter: Den viel kritisierten Klickraten als primärer Entscheidungsgrundlage zum Trotz steigerten die Werbetreibenden ihre Ausgaben für mobile Displaywerbung zwischen April und Juni um 80 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2011. Für das ganze Jahr 2012 rechnet der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) mit einem Umsatz von 61 Millionen Euro, das wären 70 Prozent mehr als 2011.

Einer der Gründe: Mittels Retargeting lassen sich User unmittelbar nach einer abgebrochenen Produktsuche zielgenau ansprechen. Dabei komme es jedoch entscheidend auf ein originelles Bannerdesign an, mahnt Xplosion Interactive-Chef Markus Berg. Eyecatcher unterstützt durch Rabatte oder Gewinnspiele hätten die größte Aussicht auf zahlreiche Klicks. Auch Imagewerbung aus Print und TV ließen sich in Mehrsequenzbanner effektvoll integrieren. Allerdings sei die Werbeintensität mittels Frequency Capping so zu dosieren, dass der Verbraucher nicht abgeschreckt statt verführt werde.

Wie es funktionieren kann, hat Yahoo kürzlich in einer Studie für Zott Monte nachgewiesen: Display-Werbung hat die Kaufabsicht um 19 Prozent gesteigert; unter Usern, die das Produkt noch nicht gekannt hatten, stellte Yahoo nach dem Einsatz der Werbemittel sogar eine gesteigerte Kauflust von 52 Prozent fest.       

Die wichtigsten Display-Ads-Nachrichten der vergangenen 12 Monate im Überblick:

Google-Display-Chef Mohan: "Die spannendste Zeit seit Erfindung des Banners"

Googles Display-Chef Neal Mohan will mit verbesserten Messmethoden und interaktiven Formaten mehr Branding-Kampagnen ins Netz holen. Positive Auswirkungen sieht er auch durch Google+ auf die Wirkung von Online-Ads. 

http://www.lead-digital.de/start/semseo/google_display_chef_mohan_die_spannendste_zeit_seit_erfindung_des_banners

Nielsen: Mobile Display Ads spielen Plus von 80 Prozent ein

Smartphones und Tablets spielen im Kaufentscheidungsprozess der Verbraucher eine zunehmend wichtige Rolle. In Deutschland gibt ein Viertel der Smartphone-Nutzer an, komplette Kaufprozesse über das Handy abzuwickeln.

http://www.lead-digital.de/start/mobile/nielsen_mobile_display_ads_spielen_plus_von_80_prozent_ein

Das Milliardengeschäft mit Social-Media-Werbung

Die Umsätze mit Social-Media-Ads gehen in den kommenden Jahren weiter nach oben. 8,8 Milliarden US-Dollar soll das Segment 2014 weltweit einspielen. Das geht aus einer Prognose der Mediaagentur ZenithOptimedia hervor.

http://www.lead-digital.de/start/admedia/das_milliardengeschaeft_mit_social_media_werbung

Amir Tavakolian: "Fläche zu kaufen und zu branden, kann nicht die einzige Lösung sein"

Die Lücke schließt sich, meint Amir Tavakolian, Managing Director bei der Kreativagentur Vi knallgrau. Und zwar die zwischen Online-Reichweite und der Verteilung der Online-Mediabudgets. Beim Bespielen der verschiedenen Kanäle wird die Bedeutung gekaufter Display-Flächen abnehmen, Content dagegen wichtiger werden, prophezeit Tavakolian.

http://www.lead-digital.de/start/admedia/amir_tavakolian_flaeche_zu_kaufen_und_zu_branden_kann_nicht_die_einzige_loesung_sein

Internet-Werbung: Deutschland auf Platz 3 hinter Südkorea und Großbritannien

Rund 29 Prozent der Brutto-Werbeeinnahmen fließen in Deutschland ins Medium Internet. Damit liegt Deutschland auf Rang drei hinter Südkorea und Großbritannien, die auf Anteile von 31 und 29,3 Prozent kommen. Das ist eines der zahlreichen Ergebnisse, des heute veröffentlichten Monitoring-Reports Deutschland Digital 2011, den TNS Infratest jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erstellt.

http://www.lead-digital.de/start/admedia/internet_werbung_deutschland_auf_platz_3_hinter_suedkorea_und_grossbritannien

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